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Frankfurt am Main: Bürgerpreis für ehrenamtliches Engagement

Pressemeldung vom 8. Juni 2011, 15:41 Uhr

Stadt Frankfurt und 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse verleihen 17 Auszeichnungen – 10.000 Euro PreisgeldBitte beachten: Sperrfrist Montag, 6. Juni, 18.30 Uhr

(pia) Die Stadt Frankfurt und die 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse verleihen heute im Kaisersaal den Frankfurter Bürgerpreis für vorbildliches ehrenamtliches Engagement verbunden mit Preisgeldern in Höhe von knapp 10.000 Euro. Der Bürgerpreis für Ehrenamtliche wird bereits zum vierten Mal vergeben. Zum Jahresmotto „Bildung. Gleiche Chancen für alle“ haben sich 41 Ehrenamtliche beworben oder sind vorgeschlagen worden. Die ehrenamtliche Leistung aller Kandidaten wird mit der feierlichen Preisverleihung im Kaisersaal des Frankfurter Römers gewürdigt.

Preise in drei KategorienBesonders hervorgehoben werden 17 ehrenamtlich tätige Menschen und Vereine, die in den Kategorien „U21“ (Jugendliche bis 21 Jahre), „Alltagshelden“ (ohne Altersbegrenzung) und „Lebenswerk“ (mindestens 25 Jahre lange ehrenamtliche Tätigkeit) ausgezeichnet werden. Um die besondere Rolle von Freiwilligen an Bibliotheken zu würdigen, schuf die Jury in diesem Jahr außerdem für sie eine Sonderkategorie. Den Bürgerpreis 2011 überreichen Stadtkämmerer Uwe Becker und Herbert Hans Grüntker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse.
Stadtkämmerer Uwe Becker: ‚Bildung gibt Antworten’Stadtkämmerer Uwe Becker betont bei der Preisverleihung: „Bildung gibt Antworten – und eröffnet Zukunftschancen insbesondere für Kinder und Jugendliche. Alle Menschen, die in ihrer Freizeit anderen helfen, ihre persönlichen Stärken zu erkennen und diese fördern, verdienen unsere volle Anerkennung und Unterstützung.“ Herbert Hans Grüntker fügt hinzu: „Die Frankfurter Sparkasse und ihre Stiftung unterstreichen mit der Ausschreibung des Bürgerpreises ihr Selbstverständnis, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und für mehr Lebensqualität einzutreten.“
Der Frankfurter Bürgerpreis wird jährlich an ehrenamtlich Tätige zu wechselnden Themen vergeben. Er ist Teil der deutschlandweiten Initiative „für mich, für uns, für alle“, die von Bundestagsabgeordneten, Kommunen und Sparkassen getragen wiird. Die Frankfurter Preisträger qualifizieren sich automatisch für den Wettbewerb um den nationalen Bürgerpreis, der im Dezember dieses Jahres in Berlin vergeben wird.
Kurzportraits der Preisträger 1. Kategorie U21Lion Tsarfin (150 Euro Preisgeld): Der 15 Jahre alte Lion Tsarfin entwickelte und betreut die Internetseite von Kibikom, eine Community für junge Künstler. Im Deutsch-Russischen Integrations- und Bildungswerk Sepctrum e. V. hilft er außerdem Kindern bei den Hausaufgaben oder agiert als Schachtrainer.

Ismael Durrani (150 Euro Preisgeld): Der 14 Jahre alte Ismael Durrani geht zur Carl-Schurz-Schule in Sachsenhausen. Er hat selbständig eine Spendenaktion für die Flutopfer in Pakistan geplant und durchgeführt. 500 Euro hat er gesammelt, damit Schulen wiederaufgebaut werden.

Max Etzrodt (150 Euro Preisgeld): Max Etzrodt engagiert sich im Projekt „Schülerlotsen“ in Rödelheim-West. Jede Woche gibt er einem Schüler aus Eritrea und einem weiteren aus dem Iran Nachhilfe in Mathematik und Deutsch, ganz ohne Aufwandsentschädigung.

Galluspark-Bolzplatzteam (1.000 Euro Preisgeld): Der Galluspark-Bolzplatz wurde 2007 errichtet, die Kinder und Jugendlichen, die den Platz nutzen, organisieren sich seitdem selbst. Sie arbeiten als Trainer, in der Turnierorganisation, als Künstler und Grafiker, beim Aufräumen und bei Bauarbeiten auf dem Platz. Sie sind Ansprechpartner für Jüngere, die ebenfalls den Platz nutzen, Vorbilder für sie beim Lernen für Schule und Beruf.

Lernen-lernen-Gruppe in BasKIDball-Frankfurt (1.000 Euro Preisgeld): BasKIDball-Frankfurt ist ein offenes Hallenangebot, das der Sportkreis Frankfurt seit Herbst 2009 in der Paul-Hindemith-Schule anbietet. In diesem Umfeld hat sich die „Lernen-lernen“-Gruppe herausgebildet. Jugendliche bestimmen selbst, welche politischen Themen sie diskutieren, ob sie Theater spielen oder gemeinsam lernen wollen. Die Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren sind teilweise selbst noch nicht lange in Deutschland, helfen jedoch anderen bei der Integration und übernehmen Verantwortung.
2. Kategorie Alltagshelden1. Platz: Anna Baginski (1.500 Euro Preisgeld): 155 Schüler aus 23 Nationen besuchen die Lernhilfeschule Bürgermeister-Grimm-Schule. Viele von ihnen leben in prekären Familienverhältnissen, sind perspektivlos und gewaltbereit. Anna Baginski lernt mehrmals pro Woche mit einzelnen von ihnen und bietet ihnen Verlässlichkeit, die sie von zu Hause nicht kennen. Ihr macht es nichts aus, aufgrund der räumlichen Enge auf dem Flur gemeinsam mit den Schülern für deren bessere Zukunft zu arbeiten.

2. Platz : Verein zur Förderung wahrnehmungsgestörter Kinder (1.000 Euro Preisgeld): Rund 600.000 Kinder in Deutschland leiden an einer Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS. Der 1992 gegründete „Verein zur Förderung wahrnehmungsgestörter Kinder“ berät Lehrer und Eltern zu ADHS und Teilleistungsstörungen wie Lese-Rechtschreibstörung und Rechenstörung, wirbt für Verständnis und organisiert Workshops und internationale Symposien mit bisher über die Jahre insgesamt mehr als 5.000 Teilnehmern. Auf Initiative des Vereins wurde der Begriff „Wahrnehmungsstörung“ in die Schuleingangsuntersuchung aufgenommen wurde. So können diese Kinder – rund 30 Prozent der Schulanfänger – frühzeitig erkannt und gefördert werden.

3. Platz: Zeda (500 Euro Preisgeld): Die deutsch-libanesische Rapperin Zeda veranstaltet regelmäßig Hiphop-Songwriting-Workshops. Sie ermutigt die Jugendlichen, ihre Gedanken und Gefühle aufzuschreiben und anschließend vorzutragen. Über Hiphop baut sie eine Brücke zu Jugendlichen mit oft schwierigem Zugang.
HInweis an die Rrdaktionen. BItte beachten Sie die Sperrfrist heute, 18.30 Uhr!

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Presse- und Informationsamt

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