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Frankfurt am Main: Der Geist von Mainhattan

Pressemeldung vom 18. August 2009, 16:30 Uhr

Gruselstadtführung mit Schockmomenten durch die Innenstadt

Frankfurt am Main. Das Presse- und Informationsamt präsentiert in einer kleinen Sommer-Reihe Stadtführungen der „etwas anderen Art.“ Im vierten Teil dieser Serie stellen wir die „Gruselstadtführung“ vor.

(pia) Wenn die Dunkelheit über Frankfurt hereinbricht und die Schatten länger werden, schlägt die Stunde für Frankfurts Geister. Dann taucht plötzlich aus einer Toreinfahrt am Eschenheimer Turm der Geist der Magd Hannah auf, gekleidet in ein weißes Gewand mit brauner Schürze und Kopftuch, und lädt zu einem gruseligen Spaziergang durch die dunkle Vergangenheit der Stadt ein. Das spärliche Licht ihrer Petroleumleuchte kämpft gegen die Dunkelheit an, stärker aber noch gegen Straßenlaternen und Autoscheinwerfer. „Folget dem Lichte, folget mir in das Reich der schwarzen Schatten!“, fordert sie die 40 Besucher auf. Eine fürchterliche Nacht mit allerhand Schaurigem und Geheimnisvollem erwartet diese bei Frankfurts Gruselstadtführungen.

Vom Gruselkeller zur Stadtführung mit Schockmomenten
Matthias Zwermann und Jonathan A. Manyway gründeten 2005 die Firma Morticus Ghosttours, bei denen die Teilnehmer Frankfurt von einer schaurigen Seite kennenlernen können. Manyway selbst besaß schon immer eine Ader für das Unheimliche und fing schon im Kindesalter an, den Familienkeller zu einem gruseligen Abenteuerspielplatz umzugestalten. Auf mittlerweile acht Führungen mit Gänsehautcharakter lehrt er jetzt auch die Teilnehmer das Fürchten.

„Noch niemand vor Angst gestorben“
Rund 40.000 Menschen haben bereits an den verschiedensten Touren mitgemacht, erzählt Dieter Hahn, Geschäftführer von Morticus Ghosttours. „Und bis jetzt ist noch niemand vor Angst gestorben.“ Nur anfangs hätten verwirrte Anwohner die Polizei gerufen, als er im schwarzen Gewand durch den Park marschierte. „Da stand dann schon mal die Bereitschaftspolizei vor mir, weil sie dachten ich wäre ein Satanist“, erzählt er. Auch die Teilnehmer reagieren immer anders auf die Schockeffekte: „Erst vor kurzem ist eine Frau vor Schreck ins Gebüsch gestürzt und kam nicht mehr heraus“, so Hahn.

Historische Fakten werden mit Gruselfaktor aufgepeppt
Auf dem knapp zweistündigen Stadtrundgang verbinden die Macher Sagen und Schauergeschichten mit wahren historischen Ereignissen in Frankfurt. Die Grundlagen dafür finden sie überwiegend im Institut für Stadtgeschichte. Während Zwermann für die historischen Fakten zuständig ist, versehen Manyway und Hahn die Geschichten mit dem nötigen Gruselfaktor. Schauspieler sorgen vor Ort dafür, dass man den Schrecken am eigenen Leib zu spüren bekommt. Für jede Tour gibt es ein eigenes Drehbuch. Die Texte dafür lernt die Studentin Nicole Peinz als Magd Hannah nicht Eins-zu-Eins auswendig, sondern ihr wird viel Raum für Improvisation gelassen. Peinz ist schon immer gerne in andere Rol len geschlüpft – seit zwei Jahren verdient sie jetzt mit den Geistertouren nebenbei ihr Geld fürs Studium. Auf bis zu 65 Touren im Jahr wandelt die Schauspielerin als Geist durch Frankfurts Innenstadt.

Die schwärzesten Gassen und schaurigste Ecken
Dann erzählt sie den Besuchern die Geschichte von einem Wilddieb, der im Eschenheimer Turm unter schrecklichsten Bedingungen eingesperrt und gefoltert wurde und führt sie durch den dunklen Grünanlagenring vor die alten Stadtmauern zu einem Entenweiher, der vor Jahrhunderten ein Pestloch war, in dem die Leichen schichtweise gesammelt wurden. Selbst für die Alte Oper hat sie eine Schauergeschichte parat. In der kleinen Bockenheimer Straße, zwischen Gucci, Prada und Cartier begegnen die Teilnehmer dann einem Pest-Arzt mit Schnabelmaske – die Macher der Tour kennen eben die schwärzesten Gassen und schaurigsten Ecken, ihre Grusel-Tour ist nichts für schwache Nerven. Allerlei finstere Gese llen und dunkle Gestalten kreuzen den Weg durch die nächtliche Innenstadt – sie tauchen aus dem Dunkeln auf, springen durch die überraschte Gruppe und sorgen für gehörigen Wirbel. Und die Besucher können niemals sicher sein, dass nicht etwas hinter der nächsten Ecke lauert.

Informationen zu den Gruseltouren
Neben der „Gruselstadtführung“ sind momentan sieben weitere Rundgänge im Programm, ein Neuer soll bald hinzukommen. Die Touren haben unterschiedlichen Charakter. „Hexen in der Klappergass“ verzichtet beispielsweise auf die Schockeffekte, eine andere Führung legt stattdessen ihren Schwerpunkt auf die Erzählung von überlieferten Kuriositäten aus dem alten Frankfurt und thematisiert auch die Hexenverbrennungen im Mittelalter. In „Mord im Ostpark“ müssen sich die Tourgäste mit einem handfesten Kriminalfall befassen, bei dem der Täter noch auf freiem Fuß wandelt. Weitere Informationen zu den Gruselstadtführungen unter www.morticus-online.de. Die nächsten Führungen unter dem Motto “ Die Nacht der Vampirin“, unheimliche Geschichten und Sagen rund um Frankfurt, finden jeweils samstags, 22. und 29. August, sowie 5., 12., 19., 26. September um 22.30 Uhr statt. Treffpunkt ist die Kurt-Schumacher-Straße Ecke Rechneigrabenstraße. Den „Mord im Ostpark“ gibt es dagegen am 22. und 29. August, sowie am 5., 12., 19. und 26. September um 19.45 Uhr. Treffpunkt ist der Haupteingang der Eissporthalle in Frankfurt. Für die Führungen ist eine Anmeldung unter 069/701356 erforderlich.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Pressestelle

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