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Frankfurt am Main: Die Quote übererfüllt

Pressemeldung vom 20. Juni 2011, 15:46 Uhr

Anteil behinderter Mitarbeiter in der Stadtverwaltung liegt bei 11,19 Prozent(pia) Die Stadt Frankfurt hat die im Sozialgesetzbuch IX -SGB IX – gesetzlich vorgeschriebene Pflichtquote für die Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen von fünf Prozent der Beschäftigten im vergangenen Jahr erneut deutlich übertroffen. „Mit einer Quote von 11,19 Prozent nehmen wir auch im Vergleich zu anderen öffentlichen Arbeitgebern wieder eine Spitzenstellung ein“, berichtet Personaldezernent Markus Frank.

Seit nunmehr 22 Jahren erfüllt die Stadt die gesetzlich vorgeschriebene Pflichtquote, und bereits zum sechsten Mal ist sie doppelt so hoch wie vom Gesetzgeber gefordert. Mit dieser Bilanz ist Stadtrat Frank sehr zufrieden: „Hinter dieser Zahl verbirgt sich das individuelle Schicksal von 1328 Menschen, die durch ihre Arbeit die Möglichkeit zur selbstbestimmten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben haben.“

„Die Eingliederung von schwerbehinderten Menschen in Arbeit und Ausbildung ist eine wichtige Aufgabe unserer Gesellschaft“, betont Frank. „Mein großer Dank gilt in diesem Zusammenhang allen Mitarbeitern, die sich für die Eingliederung von schwerbehinderten Menschen in Arbeit und Ausbildung in den unterschiedlichsten Bereichen einsetzen. Das große Engagement der örtlichen Schwerbehindertenvertretung und der Gesamtschwerbehindertenvertretung gilt es, besonders zu würdigen.“ So wurden im vergangenen Jahr in der Stadtverwaltung 32 Schwerbehinderte neu eingestellt und 149 neu als schwerbehindert anerkannt.

Unter einer Schwerbehinderung im Sinne des SGB IX versteht man einen Grad der Behinderung von wenigstens 50 von Hundert. Schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden behinderte Menschen mit einem Grad von weniger als 50, aber wenigstens 30, wenn sie ohne eine Gleichstellung einen geeigneten Arbeitsplatz nicht erlangen oder behalten können.

Die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung wird in der Stadtverwaltung mit einer Vielzahl von Maßnahmen gefördert. Dabei arbeitet die Stadt sehr eng mit dem Integrationsamt des Landeswohlfahrtsverbandes zusammen. Das Spektrum der beschafften Hilfsmittel reichte 2010 von behindertengerechten Büroarbeitsstühlen oder höhenverstellbaren Schreibtischen bis zur blindengerechten Einrichtung von Arbeitsplätzen.

Darüber hinaus wurde 2010 intensiv an einer Integrationsvereinbarung gearbeitet, die am 1. Februar 2011 in Kraft getreten ist. Darin wird der Wandel von der Integration zur Inklusion in der Stadtverwaltung festgeschrieben. Menschen mit und ohne Behinderung sollen so selbstverständlich wie möglich miteinander leben und lernen. Behinderte Menschen sollen in Würde leben können und einen umfassenden Diskriminierungsschutz genießen.

„Als große, sozialstarke Arbeitgeberin nimmt die Stadt Frankfurt am Main damit eine Vorreiterrolle ein und fungiert als Vorbild für andere Unternehmen in der Region“, sagt Frank. „Behinderte Menschen zeichnen sich durch eine hohe Motivation und Identifikation mit ihrer Arbeit aus. Besonders zu würdigen ist, wie sie ihr individuelles Leistungspotential abrufen können.“

Frank appelliert daher an die Frankfurter Unternehmen, bei Stellenbesetzungen auch auf die Erfahrungen und die Kompetenz Schwerbehinderter zurückzugreifen. Ein behindertengerechter Arbeitsplatz sei schon mit kleinen Dingen einzurichten und die Kosten für größere Maßnahmen müssten oft nur zu einem geringen Teil vom Unternehmen getragen werden.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Presse- und Informationsamt

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