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Frankfurt am Main: Ein bewegtes Jahrhundert

Pressemeldung vom 14. August 2009, 15:33 Uhr

Stadträtin Renate Sterzel gratuliert Maryla Bloch im Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum

Frankfurt am Main. Maryla Bloch, die im Nordend wohnt, feiert am Mittwoch, 19. August, ihren 100. Geburtstag. Stadträtin Renate Sterzel beglückwünscht sie dazu bei ihrer Geburtstagsfeier um 19.30 Uhr. Sie überreicht der Jubilarin zu diesem Anlass Glückwünsche des Bundespräsidenten, des hessischen Ministerpräsidenten und auch der Stadt Frankfurt.

Die in Polen geborene Maryla Bloch blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Ein großer Teil ihrer jüdischen Familie wurde in Konzentrationslagern getötet. Von ihren sieben Geschwistern überlebten nur zwei den Holocaust und wanderten nach der Befreiung aus dem KZ Bergen-Belsen aus.

Sie selbst verbrachte ihre Hochzeitsreise mit Ehemann Heinrich vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges auf der Flucht auf einem Schiff nach Palästina. Dort angekommen lernte sie die hebräische Sprache und übte verschiedene Tätigkeiten aus. Später war sie während des Palästinakrieges (1947-1949) verantwortlich für die Wasserverteilung in Jerusalems Stadtzentrum. Nach Ende des Krieges arbeitete sie im statistischen Amt und wurde Abteilungsleiterin.

1958 folgte sie ihrem Mann, der ein Jahr zuvor aus beruflichen Gründen zurück nach Deutschland gekehrt war, nach Frankfurt. Nach langer Krankheit verstarb er sieben Jahre später in Frankfurt. Maryla Bloch löste daraufhin den Betrieb ihres Mannes auf und begann, sich als Leiterin des Seniorenclubs der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt zu engagieren. Eine Tätigkeit, die sie bis zu ihrer Aufgabe 1987 zwanzig Jahre lang erfolgreich ausfüllte.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Pressestelle

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