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Frankfurt am Main: Im Sauseschritt die Stadt erkunden

Pressemeldung vom 13. August 2009, 15:44 Uhr

Sightjogging-Tour führt einmal quer durch die Stadt

Frankfurt am Main. Das Presse- und Informationsamt präsentiert in einer kleinen Sommer-Reihe Stadtführungen der „etwas anderen Art.“ Im dritten Teil dieser Serie stellen wir die „Sightjogging-Tour“ vor.

(pia) Wer sich zu einer Stadtführung mit Sören Appuhn anmeldet, sollte vor allem eins mitbringen: Joggingschuhe. Denn auf seiner Tour wird die Stadt im Sauseschritt erkundet beziehungsweise „erjoggt“. Start für die sportliche Führung ist der Springbrunnen am Opernplatz. Von hier aus geht es erstmal Richtung Wallanlage, die grüne Flaniermeile der Frankfurter im 19. Jahrhundert. Übermäßig fit muss man für die fünf Kilometer lange Strecke nicht sein. „Jeder kann mitlaufen, ob Marathon-Läufer oder Freizeit-Jogger. Ich will keine sportliche Hochleistung, sondern: Es soll ein gemütlicher Lauf sein, bei dem die Informationen zur Stadt im Vordergrund stehen.“ Damit unterscheidet er sich von anderen Sightjogging-Führern in der Mainstadt, deren Schwerpunkt eher auf den sportlichen oder medizinischen Aspekten liegen. „Das kann ich nicht, ich bin ja kein Sportmediziner oder Personal Trainer.“

Geschichtliches und aktuelle Entwicklungen stehen im Mittelpunkt
Auf der Route kommen die „Sightjogger“ vorbei am ehemaligen Stadtbad Mitte und dem Eschenheimer Turm. Appuhn achtet auf ein angenehmes Lauftempo schließlich will ja keiner verschwitzt am Turm stehen, wenn Appuhn die Sage vom Wilddieb erzählt, der im Mittelalter dort inhaftiert gewesen sein soll und mit viel Glück seine Freiheit wiedergewann. „Er sollte eigentlich gehängt werden. Doch während seiner neuntägigen Gefangenschaft im Kerker hatte ihn die Wetterfahne oben auf dem Turm so gestört, dass er dem Rat der Stadt einen Deal vorschlug: Sollte er es schaffen, die Zahl neun in die Flagge zu schießen, könne er in die Freiheit ziehen. Dies gelang ihm natürlich und während noch alle nach oben auf die Fahne schauten und sein Kunstwerk bewunderten, verschwand er wieder in die Wälder.“ Ob die Geschichte wahr ist weiß Appuhn nicht, aber sie gehört zum Eschersheimer Turm wie die Wetterfahne. Auch aktuelle Entwicklungen in der Stadt bindet er immer wieder in seine Tour mit ein. So ist die nächste Station das PalaisQuartier, mit Blick auf das neue Kaufhaus „My Zeil.“ „Ich begleite eigentlich jedes Haus, was in Frankfurt in die Höhe wächst, wie eben das ‚My Zeil‘ oder aktuell den Tower 185“, sagt Appuhn. Wenn es auf der Zeil für die Jogger zu voll wird, „walkt“ Appuhn einfach mit seinen Gästen.

Viel sehen in kurzer Zeit
Seit Juli dieses Jahres bietet er die sportliche Stadtführung an. Die Idee dazu hatte er schon länger: „Wenn man läuft, kann man einfach viel mehr von der Stadt sehen – das ist praktisch.“ Viel sehen in kurzer Zeit ist also das Motto. „Menschen zu unterhalten ist einfach genau mein Ding. Die Leute wollen keine schnöden Fakten, sondern geschichtliche Informationen verpackt in Anekdoten und Geschichten“, verrät er sein Unterhaltungsrezept. Die vielen kleinen Ereignisse findet er unter anderem in den Frankfurter Tageszeitungen. „Ich lese sie jeden Tag und schneide die vielen kleinen Anekdoten und Geschichten aus und archiviere sie. Mittlerweile habe ich schon einen großen Ordner voll.“ Dieses W issen kommt dann den Teilnehmern zugute – angenehmer Nebeneffekt: Sportliche Betätigung und frische Luft.

Facettenreiches Frankfurt
Mit 22 Jahren kam der Niedersachse zum BWL-Studium nach Frankfurt. „Die Hochhäuser haben mich fasziniert und magisch angezogen.“ Er sei einfach ein Stadtmensch, erzählt er, sein Geburtsort war ihm zu klein und eng. An Frankfurt mag er vor allem den Kontrast von Alt und Neu: Bei seiner Joggingtour durch die Stadt legt er natürlich auch einen Stopp an der Paulskirche und dem Römerberg ein, bevor es dann runter zum Mainufer geht. „Hier kommt dann das sportliche Highlight – Treppen laufen am Eisernen Steg“, schmunzelt Appuhn. Im leichten Sauseschritt bekommen die Teilnehmer dann Informationen zu Sachsenhausen, dem Bau der Europäischen Zentralbank und dem Museumsufer. Durchs Bankenviertel geht es dann zurück zum Opernplatz. Insgesamt zwei Stunden müssen die Teilnehmer für die Tour einplanen. „Und dann haben sie hoffentlich gesehen, wie facettenreich Frankfurt ist und wie viele schöne und bedeutende Ecken es hier gibt“, erzählt er. Zum Schluss hat er dann noch einen Geheimtipp für seine Läufer: „Der Sonnenuntergang auf dem Maintower ist einfach toll, den sollte man sich einmal angeschaut haben.“

Weitere Informationen
Die nächsten „Sightjogging-Touren“ finden an folgenden Terminen statt: Freitag, 14. und 21. August um 18.15 Uhr und Sonntag, 23. und 30. August um 10.30 Uhr. Weitere Termine auf Anfrage. Die Sightjogging-Tour kann auch in englischer oder französischer Sprache gebucht werden. Weitere Informationen und Anmeldungen bei Sören Appuhn, Telefonnummer: 069/5969752, E-Mail: soeren.appuhn@t-online.de.
Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Pressestelle

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