Energiewechsel

Frankfurt am Main: Keimbelastung von Gewässern durch Kläranlagen

Pressemeldung vom 24. Juni 2011, 09:54 Uhr

(pia) Der Dezernent für Infrastruktur, Stadtrat Volker Stein, hat sich zu der im Zusammenhang mit der Feststellung von EHEC in Gewässern gestellten Frage geäußert, ob Kläranlagen diese speziellen Keime entfernen können.

Nach Auskunft der Stadtentwässerung seien im Abwasser eine Vielzahl von Keimen enthalten. Dazu gehören auch coliforme Keime. Kläranlagen entfernen vorrangig Kohlenstoffverbindungen und Pflanzennährstoffe, insbesondere Stickstoff und Phosphor. Daneben werden auch eine Vielzahl anderer Abwasserinhaltsstoffe reduziert und auch die im Abwasser enthaltenen Keime gemindert. Es erfolge jedoch keine vollständige Entfernung dieser Keime.

Wie der Dezernent weiter ausführt, werden die beiden Frankfurter Abwasserreinigungsanlagen in Niederrad und Sindlingen nach dem neuesten Stand der Technik betrieben und erfüllen Reinigungsanforderungen, die teilweise über die gesetzlichen Anforderungen hinausreichen. Dennoch verbleibe eine Restbelastung von Keimen. Da diese aber in den Frankfurter Gewässern – Main, Nidda und deren Nebenflüsse – ohnehin in großer Anzahl vorhanden sind, würde eine gezielte Entfernung von Keimen beispielsweise durch eine Abwasserdesinfektion nur eine geringe Entlastung der Gewässer bringen. Die Aufwendungen für eine solche zusätzliche Reinigungsstufe wären jedoch erheblich.

„Die Bürger müssen wissen“, so der Dezernent wörtlich, „dass die Fließgewässer im Frankfurter Stadtgebiet deshalb ebenso wie im übrigen Land Hessen grundsätzlich nicht als Badegewässer ausgewiesen sind.“ Stein wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass für die Qualität des Erlenbachs die Einleiter außerhalb des Frankfurter Stadtgebiets verantwortlich seien.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Presse- und Informationsamt

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