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Frankfurt am Main: Laufen für den guten Zweck

Pressemeldung vom 25. August 2009, 16:35 Uhr

In Frankfurt gehen Hunderttausende buchstäblich auf die Straße – um Geld gegen AIDS oder Krebs zu sammeln

Frankfurt am Main. In Frankfurt gibt es jedes Jahr Laufveranstaltungen mit insgesamt über 100.000 Teilnehmern. Im Mittelpunkt steht dabei jeden Herbst natürlich der Marathon. Zuvor gibt es aber mit dem „Lauf für mehr Zeit“ und dem „Race for the Cure“ schon zwei ganz besondere Charity-Läufe.

Frankfurt am Main (pia) Nur wenige Wochen nach dem „JP Morgan Corporate Chase Lauf“ kursiert in Frankfurt schon wieder das Lauffieber. Tausende Frankfurter bereiten sich im Stadtwald, am Mainufer oder den anderen beliebten Laufrevieren der Stadt auf die verschiedenen Herbstläufe vor. Ganz vorne steht dabei sicherlich der Frankfurt-Marathon. Erwartet werden dieses Jahr zum ältesten Stadtmarathon Deutschlands (Erstauflage: 1981) in der Mainmetropole rund 13.000 Läufer. Gemessen an der Zahl der „Finisher“ (Zielläufer) nimmt Frankfurt derzeit hinter Berlin und der Hansestadt Hamburg den dritten Rang ein.

„Lauf für mehr Zeit“
Doch nicht nur für die Königsstrecke von 42,195 Kilometer machen die Frankfurter Hobbyläufer derzeit fleißig Ihre Meter. Auch andere Lauf-Wettkämpfe, bei denen persönliche Bestzeiten eine weitaus geringere Rolle spielen, werfen längst Ihre Schatten auf den Main. So findet am 13. September die Charity-Veranstaltung „Lauf für mehr Zeit“ in Frankfurt statt – ein 5.000 Meter Lauf durch das Herzen der City mit Start und Ziel auf dem Opernplatz. Organisiert wird der Lauf von der Aidshilfe Frankfurt und deren Vorstandsmitglied Theodor Sandbaumhüter. Über 3.000 Läufer erliefen im vergangenen Jahr eine Summe von 150.000 Euro. „Die Gelder werden für den ambulanten Pflegedienst, den so genannten Regenbogendienst , genutzt. So bekommt dieser angesichts der knappen Mittel der öffentlichen Hand mehr Zeit für ein Stückchen mehr Menschlichkeit und Wärme bei der Versorgung von Aidskranken“, berichtet Sandbaumhüter.

Sponsorenläufer
Die Aidshilfe Frankfurt kann neben Werbeeinnahmen von Unternehmen aus der Region Gelder über die erhobene Startgebühr in Höhe von zehn Euro erzielen. Darüber hinaus versuchen so genannte Sponsorenläufer, bei ihren Freunden, Kollegen oder auch Firmenchefs möglichst viel Geld für den guten Zweck zusammen zubekommen. „Einzelne Läufer erliefen so in der Vergangenheit schon bis zu 10.000 Euro“, wie Sandbaumhüter stolz erzählt. Neben dem eigenen Bekanntenkreis gibt es für Teilnehmer auch die Möglichkeit, auf der Internetseite www.Helpedia.de um Unterstützer zu werben. So macht zum Beispiel der Läufer Tobias Sütterlin Werbung für die gute Sache: „Laufen ist gesund und beim Lauf für mehr Zeit geht es um die Unt erstützung der AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. – also im doppelten Sinne um Gesundheit. Ich zähle auf Euch und laufe umso schneller, je mehr hier zusammenkommt!“

14. Auflage
Der „Lauf für mehr Zeit“ findet in diesem Jahr übrigens bereits zum 14. Mal statt. „Die AIDS-Krise hatte Mitte der 90er Jahre ihren Höhepunkt erreicht. Viele von uns hatten eine große Zahl von Freunden verloren, die Aidshilfe war auf eine größere finanzielle Unterstützung angewiesen, was ohne den Aufruf an die Frankfurter Bevölkerung zu einem solidarischen Engagement nicht hätte erreicht werden können“, blickt Sandbaumhüter auf die Idee zur Erstauflage 1996 zurück. Wichtig sei den Initiatoren neben dem finanziellen Aspekt damals gewesen, die Stadt und deren Bürger mit einem 5 km Lauf mitten durch die Stadt zu konfrontieren, um auch die Akzeptanz der Menschen mit HIV und AIDS zu fördern. Offenbar mit Erfolg, kon nten sich die Organisatoren doch schon bei der Erstauflage über 1350 Teilnehmer freuen.

„Race for the Cure“
Nur zwei Wochen nach der Aidshilfe will auch eine andere gemeinnützige Organisation Gelder für den guten Zweck auf dem Asphalt Frankfurts erlaufen lassen. Zum zehnten Mal findet am 27. September am Museumsufer der „Komen Race for the Cure“ statt. Organisiert wird der Lauf vom „Susan G. Komen Deutschland e.V.“, der Deutschland-Dependance einer der weltweit größten Brustkrebs-Organisationen der Welt. Mit über 5.000 Teilnehmern, die von den Organisatoren auch in diesem Jahr wieder erwartet werden, kamen im vergangenen Jahr über 125.000 Euro zusammen. Die Gelder aus dem „Komen Race for the Cure“ sowie anderen Aktionen des 1999 gegründeten Vereins werden für brustkrebsspezifische Früherkennungs- und Therapieproje kte in Deutschland sowie Aufklärungskampagnen investiert.

Persönliche Motivation
Der Charity-Lauf hat sich nach Angaben der Veranstalter mit 119 Läufen und insgesamt mehr als 1,5 Millionen Teilnehmern zur weltweit größten Serie von 5 km-Laufveranstaltungen entwickelt. Einer der Teilnehmer wird auch dieses Jahr wieder Daniel Schmidt sein. Der Frankfurter hat eine ganz persönliche Geschichte, wie er zum „Race for the Cure“ kam: „Meiner Mutter stellte sich im Jahr 2008 zum bislang dritten Mal der Diagnose Brustkrebs. Mir ist es wichtig, etwas gegen diese Krankheit zu unternehmen, die viele Jahre meines Familienlebens mitgeprägt hat.“

Stadt Frankfurt läuft mit
Für die Verantwortlichen der Sportstadt Frankfurt sind die beiden Charity-Läufe trotz des vielfältigen Angebots an anderen sportlichen Top-Events jedes Jahr fett im Kalender angestrichen, wie Sportdezernent Markus Frank betont: „Der ‚Lauf für mehr Zeit‘ und das ‚Race for the Cure‘ haben eine sehr große Bedeutung für Frankfurt am Main. Durch die Laufveranstaltungen werden die Krankheiten in das Bewusstsein der Menschen gerückt und es ist eine gute Möglichkeit, Spenden für die Forschung zu sammeln.“ Die Stadt unterstützt die Läufe zum Teil direkt monetär, zum anderen aber auch mit Sachleistungen oder durch Förderung der Öffentlichkeitsarbeit. Zudem schwitzen auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung schon fleißig. Denn am 27. September geht auch ein eigenes Team der Stadtverwaltung an den Start.
Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Pressestelle

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