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Frankfurt am Main: Letzte Chance, die Wehrmachtsjustizausstellung zu sehen

Pressemeldung vom 16. Juni 2011, 13:03 Uhr

(pia) Die multimediale Ausstellung „,Was damals Recht war’… – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ ist nur noch bis Montag, 13. Juni, zu besichtigen. Weil die Räume in der Münzgasse 9 am Pfingstsonntag zudem geschlossen bleiben, gibt es nur noch zwei Gelegenheiten die von der Berliner Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas zusammengestellten Dokumente zu sehen: am Samstag, 11 bis 18 Uhr, und am Schlusstag, Pfingstmontag, ebenfalls von 11 bis 18 Uhr.

Zwischen 1933 und 1945 sprach die Wehrmachtsjustiz 30.000 Todesurteile aus; mehr als 20.000 davon wurden vollstreckt. Über 60 Jahre mussten die Opfer auf ihre Rehabilitierung warten. Denn erst zwischen 1998 und 2009 hob der Deutsche Bundestag die meisten dieser Urteile auf. Seit 2007 dokumentiert die Wanderausstellung, wie Unrecht und Willkür den Alltag der Kriegsgerichte kennzeichneten und tausende Männer und Frauen, Soldaten, aber auch Zivilisten, als „Deserteure“ oder so genannte „Wehrkraftzersetzer“ und „Volksschädlinge“ verurteilt und hingerichtet wurden.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Presse- und Informationsamt

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