Energiewechsel

Frankfurt am Main: Picknick im Obstgarten

Pressemeldung vom 28. August 2009, 16:39 Uhr

Theater und Vorträge zum Thema Früchte aus eigenem Garten / Wladimir Kaminer liest

Frankfurt am Main. Am Samstag, 5. September, ab 14 Uhr findet am „MainÄppelHaus“ Lohrberg (Klingenweg 90) ein Picknick statt mit Kindertheater, Lesung und Vorträgen zum Thema Früchte aus eigenem Garten.

Von Rhabarber bis Rosenkohl – im eigenen Garten gibt es fast das ganze Jahr über etwas zu ernten. Beeren, Obst und Gemüse aus eigenem Anbau haben keine langen Transportwege, und wer selber gärtnert, hat eine Herkunftsgarantie. Bei einem Picknick will Umwelt- und Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann den Frankfurtern Lust auf die Vitamine vom eigenen Obstbaum oder Kleingarten machen.

In der Reihe „Frankfurt is(s)t gut“ hat das Grünflächenamt ein Nachmittagsprogramm für Kinder wie auch Erwachsene zusammengestellt. So spielt das Theater Grüne Soße um 16 Uhr das Stück „Die Kartoffelsuppe“. Um 17.30 Uhr hören die Picknick-Besucher dann von einem Selbstversuch in einer Kleingartenkolonie: Wladimir Kaminer liest aus seinem Buch „Mein Leben im Schrebergarten“.

Im Programm für Erwachsene wechseln sich Information und Unterhaltung ab. Um 14.50 Uhr wird Andrea Schauff von der Verbraucherzentrale Hessen Tipps für den täglichen Einkauf geben. In ihrem Vortrag „Genuss mit Zukunft“ geht sie auch auf den Beitrag der Ernährung zum Klimawandel ein. Wer viele Produkte aus eigenem Garten isst, verursacht weniger CO2 als jemand, der oft Fleisch und Milchprodukte auf dem Speisezettel hat.

Nach dem Vortrag stiftet Ulrich Kaiser vom Streuobstkreis Wiesbaden etwas kulinarische Heimat. Unter dem Titel „Streuobstimpressionen“ erzählt er eine regionale Geschichte. Als Bestandteil einer alten, vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaft prägen Streuobstwiesen bis heute das Landschaftsbild der hessischen Mittelgebirge. Da das erforderliche Maß an Pflege oft fehlt, sind diese Biotope jedoch bedroht. Was wäre schöner als ein Picknick unterm eigenen Apfelbaum, Ameisenkribbeln inklusive? Sicher weckt Ulrich Kaiser bei einigen Besuchern das Interesse an einer Patenschaft für eine Streuobstwiese.

Können Gärten überhaupt einen nennenswerten Beitrag zur Ernährung in der Großstadt leisten? Wie kommt man in Frankfurt an einen Kleingarten, wie viel Zeit braucht man dafür, welche immateriellen Belohnungen gibt es außer der Ernte? Um Fragen wie diese geht es in der anschließenden Podiumsdiskussion. Besonders für Kinder ist es eine wichtige Erfahrung, selbst angebaute Früchte heranreifen zu sehen und hautnah die vielen Schauspiele und Dramen der Natur im Garten zu erleben. Gärtnern hält fit und „erdet“ nach einem stressigen Tag im Büro.

Parallel zu den Vorträgen gibt es ein Programm für Kinder: Mit dem Team des Vereins Umweltlernen und des Stadtwaldhauses können sie den Obstgarten am MainÄppelHaus entdecken und erforschen. Das Grünflächenamt bietet zudem einen Picknickkorb mit regionalen Produkten zum Verkauf an, auch Picknickdecken können Besucher erwerben – oder sie bringen einfach den eigenen Korb und ihre Lieblingsdecke mit.

„In vielen Kleingartenanlagen steht bald ein Generationswechsel an“, sagt Stadträtin Manuela Rottmann. „Für junge Familien gibt es also jetzt gerade viele Chancen auf ein eigenes Stück Natur in der Großstadt“.

Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eine Anfahrtsskizze gibt es unter www.mainaeppelhauslohrberg.de, nähere Informationen zum Programm unter www.gruenflaechenamt.stadt-frankfurt.de oder www.frankfurt.de, einfach als Suchbegriff „Kaminer“ eingeben.

Quelle: Stadt Marburg – Pressestelle

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