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Frankfurt am Main: Roth wirbt für Städtepartnerschaft

Pressemeldung vom 8. Juni 2011, 15:44 Uhr

Frankfurter Delegation besucht zwei Tage lang Krakau(pia) Als „gelebte Freundschaft“ hat Oberbürgermeisterin Petra Roth am Samstagabend die Städtepartnerschaft mit Krakau gewürdigt. Wenn man die Entwicklung der vor zwei Jahrzehnten begründeten Partnerschaft zum Maßstab nehme, „dann wird Europa gelingen“, betonte das Frankfurter Stadtoberhaupt auf dem Krakauer Hauptmarkt, dem Zentrum der Stadt.

Dort eröffnete Roth gemeinsam mit dem Krakauer Stadtoberhaupt Jacek Majchrowski ein Open-Air-Konzert, bei dem neben den Frankfurter Bands „Kick la Luna“ und „Ten on Tons“ auch der bekannte Krakauer Liedermacher Andrzey Sikorowski mit seiner Tochter Maja auftrat.

„Wir, Polen und Deutsche, Krakauer und Frankfurter, suchen gemeinsam nach Leitlinien, um unser künftiges Zusammenleben in Gemeinschaft gestalten und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts meistern zu können“, sagte Roth. Beide Städte kooperieren bereits intensiv im Sozialbereich und im Katastrophenschutz. Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld bekräftigte mit ihrer Krakauer Amtskollegin Elzbieta Lecznarowicz die Vereinbarung zur Sozialpartnerschaft der beiden Städte. Seit zehn Jahren besuchen sich Vertreter der jeweiligen Sozialverwaltungen, aber auch von Trägern und der Hochschulen zum fachlichen Austausch in Frankfurt am Main und in Krakau.

Nach dem Fall des Kommunismus hatten Krakau und Frankfurt ihre Städtepartnerschaft verabredet. Seitdem gibt es kontinuierliche Besuche. Zum 20. Jahrestag der Städtepartnerschaft reiste Oberbürgermeisterin mit einer Delegation nach Krakau, zu der neben Birkenfeld auch der für die Feuerwehr zuständige Dezernent Volker Stein, Stadtkämmerer Uwe Becker, die Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung, Bernadette Weyland, sowie die Vize-Präsidentin der Industrie- und Handelskammer, Karen Hoyndorf, zählten.

„In beiden Städten bieten sich viele Möglichkeiten, auch wirtschaftlich noch enger zu kooperieren“, sagte Hoyndorf. So wolle sich der Krakauer Technologiepark noch erweitern, um Start-up-Unternehmen gute Perspektiven zu bieten, berichtete die IHK-Vertreterin nach ihren Gesprächen mit polnischen Wirtschaftsvertretern.

Die Frankfurter besuchten während ihres zweitägigen Aufenthalts auch das neu eröffnete Okkupationsmuseum in Schindlers Fabrik. Die didaktisch ausgezeichnet aufbereitete Ausstellung dokumentiert vom Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939 an die Besetzung Krakaus und die systematische Verfolgung der Juden.

Im Oktober erwarten die Frankfurter Besuch aus Krakau. Wenige Tage zuvor will Oberbürgermeisterin Roth mit der japanischen Stadt Yokohama eine weitere Städtepartnerschaft begründen.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Presse- und Informationsamt

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