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Frankfurt am Main: Von der Wetterbeobachtung bis zur Bürgerinitiative

Pressemeldung vom 6. Juni 2011, 09:38 Uhr

Archivarin spricht im Karmeliterkloster über 300 Jahre bürgerschaftliches Engagement(pia) Um bürgerschaftliches Engagement geht es am Dienstag, 7. Juni, im Karmeliterkloster, Münzgasse 9. Archivarin Claudia Schüßler gibt dazu um 18 Uhr einen Einblick in Vereins- und Stiftungsarchive vergangener Jahrhunderte.

Ein Beispiel: die einheitliche Uhrzeit, die vor zweihundert Jahren war noch keine Selbstverständlichkeit war. Auf Initiative eines Schweizer Musikers, der aus seiner Heimat synchronisierte Uhren wohl gewohnt war, begannen engagierte hiesige Bürger, „dem Übelstande der in Frankfurt umso ungleicher gehenden Uhren abzuhelfen“. Nach Bestimmung des Meridians und Anschaffung einer Präzisions-Pendeluhr 1839 war es dann soweit: Vom Turm der Paulskirche aus gingen die Mitglieder des Physikalischen Vereins daran, auch die Frankfurter Kirchturmuhren zu synchronisieren. Etwa zeitgleich ermittelten die rührigen Bürger Längen- und Breitengrad der Stadt und begannen mit der Wetterbeobachtung.

Ihre Aktivitäten und Berechnungen dokumentierten sie in einem umfangreichen Archiv – seit etwa 40 Jahren im Institut für Stadtgeschichte verwahrt. Schüßler bearbeitet diesen lange ungehobenen Schatz. Unter anderem fand sie dabei heraus, dass sich selbst Goethe den Frankfurter Wetterbericht schicken ließ. Doch zum Vortrag am Dienstag werden weitere spannende Beispiele bürgerlichen Engagements vorgestellt. Dabei schlägt sie den Bogen von der 1763 gegründeten Dr. Senckenbergischen Stiftung, der ersten wissenschaftlichen Stiftung der Stadt überhaupt, bis hin zu den Bürgerinitiativen unserer Tage.

Der Vortrag ist Teil einer Vortragsreihe zum 575-jährigen Jubiläum des Instituts für Stadtgeschichte. Weitere Informationen unter www.stadtgeschichte-ffm.de.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Presse- und Informationsamt

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