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Frankfurt am Main: Von Mammutbäumen und Hemlocktannen

Pressemeldung vom 28. Juni 2011, 09:22 Uhr

Vortrag über den Bergpark der Villa Anna im Institut für Stadtgeschichte
(pia) Der langjährige Leiter des Eppsteiner Stadtarchivs sowie des Burgmuseums referiert am Mittwoch, 29. Juni, im Institut für Stadtgeschichte über einen der wenigen hessischen Bergparks. Titel: „Mammutbäume und Hemlocktannen. Ein Frankfurter Traum im Taunus. Der Eppsteiner Bergpark Villa Anna der Familie von Neufville“. Auf 200 bis 300 Metern Seehöhe und kleiner Fläche an einem Nordhang gelegen dürfte er der steilste Park im Land sein. Bertold Picard wird ab 18 Uhr im Dormitorium des Institutes für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster, Münzgasse 9, sprechen. Der Eintritt ist frei.

Den Besuchern bietet der Bergpark abwechslungsreiche Wege, zerklüftete Felsformationen und malerische Parkbauten wie die Villa Anna selbst oder eine nachempfundene Burg. Sichtachsen lenken den Blick in die Tiefe auf die Eppsteiner Altstadt und in die Ferne auf die Vor- und Hochtaunusberge. In den Naturbestand von Eichen und Buchen sowie in eine Wiesenmulde fügte der Gartenplaner zahlreiche exotische Gewächse ein. Manche von ihnen waren in Europa damals noch nicht lange bekannt.

Der Bankier Alfred von Neufville und seine Frau Anna geb. Mumm von Schwarzenstein ließen den Park ab 1884 von dem Frankfurter Gartendirektor Andreas Weber anlegen. Wie andere Frankfurter Großbürger der wilhelminischen Zeit träumten sie für ihre Familie von einem erholsamen Taunusleben fern der großstädtischen Hektik. Das Paar starb jedoch schon in jungen Jahren. Die Erben verkauften 1933 das Anwesen, das heute teils der Stadt Eppstein, teils einer therapeutischen Einrichtung gehört. Seit 2004 unterstützt ein Förderkreis die Besitzer bei der Wiederherstellung und Erschließung des Parks.

Der Vortrag findet im Rahmen der im vergangenen Jahr begonnenen gemeinsamen Vortragsreihe „Frankfurter Parkgeschichten“ des Instituts für Stadtgeschichte und der KulturRegion FrankfurtRheinMain statt. Deren Jahresthema 2011 lautet „Pinien, Palmen Pomeranzen – Fremde Welt in heimischen Gärten“ und widmet sich dem Einfluss des Exotischen und Fremden auf die heimische Gartenkunst. Noch bis zum 27. Juli 2011 bieten Institut für Stadtgeschichte und KulturRegion FrankfurtRheinMain in vierzehntägigen Rhythmus immer mittwochs um 18 Uhr im Dormitorium des Institutes für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster, Münzgasse 9, bei freiem Eintritt spannende Einblicke in die Geschichte der Frankfurter Gärten.

Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Presse- und Informationsamt

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