Energiewechsel

Fulda: Fuldaer Grundschüler partizipieren von hessischer Förderung

Pressemeldung vom 22. September 2009, 15:45 Uhr

Fulda. „Heute ist ein toller Tag für Fuldas Grundschülerinnen und Grundschüler“, so Oberbürgermeister Gerhard Möller, der in der Marquardschule das Projekt „JeKi“ und die ersten Erfahrungen mit dem Projekt des Landes vorstellen konnte. Möller der in Gegenwart des Landtagsabgeordneten Dr. Norbert Herr die erste Bilanz des Projekts vorstellte, dankte dem Land für die „prima Idee“ und Herr für dessen Einsatz für das Zustandekommen der „musikalischen Grunderziehung“.

Mit dem vom Land Hessen initiierten und geförderten Pilotprojekt „JeKi – Jedem Kind ein Instrument“ soll möglichst vielen Kindern die Chance eröffnet werden, in der Grundschule ein Musikinstrument zu erlernen. Dazu erfahren Schülerinnen und Schüler der ersten Klasse durch ein Team von Klassen- bzw. Musiklehrern und Musikschullehrkräften eine umfassende musikalische Grundausbildung. In der Marquardschule, der Geschwister-Scholl-Schule sowie der Grundschule St. Georg in Großenlüder wird die musikalische Erziehung sowohl von der städtischen Musikschule als auch den Lehrkräften vor Ort übernommen. Stephen Berg, Leiter der städtischen Musikschule, ist sichtlich vom Erfolg des Projekts überzeugt. „Wir sehen, dass die Schülerinnen und Schüler Spaß haben und sich am eigens ausgesuchten Instrument probieren. Die Kinder werden so an die Musik herangeführt.“, so Berg.

Kinder wählen selbst ihr Instrument

In der zweiten Klasse erhalten die Schülerinnen und Schüler dann in einer zusätzlichen Musikstunde Instrumentalunterricht in kleinen Gruppen. „Wir verzeichnen, dass praktisch alle Instrumentenformen von den Kindern ausgesucht werden. Geige, Trompete, Keyboard, Klarinette, Violine, Cello, Querflöte, Schlagzeug und und und, alles
kommt vor. Der Renner ist jedoch die Gitarre“, so Berg.

An dem landesweiten Projekt können 70 Grundschulen mit je einer Klasse teilnehmen. Für den Projektzeitraum 2008/09 und 2009/10 erhält jede Schule 20.000 Euro für die Anschaffung der
Leihinstrumente und den Instrumentalunterricht durch die
Musikschullehrkräfte.
Der Fuldaer Landtagsabgeordnete Dr. Norbert Herr lobte die hervorragende pädagogisch-musikalische Betreuung in Fulda. „Dies ist eine Investition in unsere Kinder und in die Zukunft – wir erhoffen uns, dass möglichst viele Musikvereine in der Region später von
diesem Projekt partizipieren können“, so Herr.

Kinder und Eltern begeistert

Silke Michael von der Geschwister-Scholl-Schule lobt das Projekt ebenfalls und erzählt von ihren ersten Erfahrungen aus dem Schuljahr 2008/2009. „Die Kinder wie die Eltern sind von dieser Art der musikalischen Grunderziehung begeistert. Es ist toll, dass jedes Kind ein eigenes – selbst gewähltes – Instrument erlernen kann.“ resümiert Michael.

Tandem Schule und Musikschule

Fuldas Oberbürgermeister dankte den Schulen für ihr Engagement und lobte die neue Form der Zusammenarbeit zwischen Musikschule und den Grundschulen. „Wir gehen hier neue Wege – unsere Musikschule geht in die Schulen, wo die Kinder sind“. Insgesamt 66 Schülerinnen und Schüler kamen im Schuljahr 2008/2009 in den Genuss des Unterrichts. Im zweiten Jahr sind es bereits 74 Kinder. Herr räumte ein, dass es hessenweit viel mehr Schülerinnen und Schüler hätten sein können. „Es gab viel mehr Schulmeldungen für dieses Projekt als Geld. Daher will das Land zukünftig über 1 Million EURO zur Verfügung stehen, heute sind es noch 750.000 EURO.“, so Herr.

Das Ziel des Landes Hessen ist, das nächstes Jahr 120 Schulen beim Projekt „JeKi“ mitmachen können. Zur Zeit bekommt Fulda und Großenlüder rund 60.000 EUR für die Anschaffung der Instrumente und die pädagogische Betreuung. „Dies ist eine gute Zahl aber noch ausbaufähig“ urteilt der Oberbürgermeister, der hier Zustimmung von
allen Beteiligten fand.

Quelle: Stadt Fulda – Pressestelle

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis