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Fulda: Gartenfiguren im Schlossgarten erhalten einen Farbanstrich

Pressemeldung vom 23. September 2009, 13:18 Uhr

Fulda. Wesentlicher Bestandteil der Gestaltung barocker Gartenanlagen waren allegorische bzw. mythologische Figuren, die einzeln oder in Gruppen Bildprogramme darstellen.

Figurengruppen dieser Art zierten auch den Barockresidenzgarten in Fulda und sind z. T. durch die Abrechnungen der Bildhauer belegt. Die Figuren sind aber zumeist bereits im 19. Jh. beseitigt worden, da sie nicht mehr dem Zeitgeschmack und der veränderten Gartenmode entsprachen.

Zu der ursprünglichen Ausstattung der barocken Gartenanlage in Fulda gehören zwei auf der Terrasse vor dem Schloss stehende, fast 3 m hohe Sandsteinskulpturen, die im Westen die Flora und im Osten Herkules darstellen. Die Herkulesfigur wurde von dem Bildhauer Johann Neudecker im Jahr 1711 geschaffen, der im Jahr zuvor auch den Altar in der Bonifatiusgruft der Stiftskirche gearbeitet hatte. Die Herkulesfigur trägt an der Standplatte das Wappen des Fürstabts Adalbert von Schleiffras. Im Jahr 1736 hatten diese Figuren einen Farbanstrich. Befunde an den Figuren selbst beweisen, dass der Anstrich in weißer Farbe ausgeführt war.

Dieser historisch belegte Farbanstrich wird jetzt nach Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wiederhergestellt werden und wird den Figuren nicht nur ihren gestalterischen Wert in der Gesamtanlage als Zielpunkte der Achse der Terrasse, vor allem aber mit der Herausstellung von Schattenwirkung vor dem Hintergrund der Hainbuchenhecken den Figuren ihre ausdrucksstarke Plastizität wieder zurückgeben.

Quelle: Stadt Fulda – Pressestelle

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