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Fulda: Gemeinsam als Europäer fühlen

Pressemeldung vom 25. September 2009, 09:41 Uhr

Polnische Austauschschüler des Marianums zu Besuch im Landratsamt / Erster Kreisbeige-ordneter Dr. Heiko Wingenfeld: „Völkerfreundschaft nicht nur aus Geschichtsbüchern lernen, sondern selbst erfahren“

Fulda. Völkerfreundschaft kann man nicht nur aus Geschichtsbüchern lernen, sondern muss sie selbst erfahren. Diese Auffassung vertrat Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld bei einem Empfang polnischer Austauschschüler des Marianums im Landratsamt. Mathematik- und Physiklehrer Reinhold Gutberlet, beim Marianum verantwortlich für den Austausch mit Wronki, unterstrich die Wichtigkeit solcher Begegnungen gerade vor dem Hintergrund des Überfalls von Deutschland auf Polen, der den Beginn des Zweiten Weltkriegs markierte.

Das Marianum unterhält seit 1994 partnerschaftliche Beziehungen mit einer Oberschule in der polnischen Kleinstadt Wronki. Wronki zählt knapp 20.000 Einwohner und liegt rund 70 Kilometer nordwestlich von Posen. An dem Austausch nehmen in jedem Jahr zwischen 15 und 20 Schülerinnen und Schüler teil, die jeweils bei Gastfamilien untergebracht sind. Dabei haben die jungen Polen den Vorteil, dass sie Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache lernen, während sich ihre deutschen Alterskameraden auf Englisch verständigen müssen.

Bei der Begegnung in Fulda standen neben dem Empfang im Kreishaus ein Besuch von Point Alpha, eine Rhönrundfahrt, bei der ein längerer Zwischenstopp auf der Wasserkuppe eingelegt wurde, eine Stadtführung in Fulda mit einem Abstecher nach Schloss Fasanerie sowie ein Ausflug nach Mainz auf dem Programm. Außerdem nahmen die polnischen Gäste am Schulfest des Marianums teil, wo sie bei vielfältigen Aktivitäten schnell Kontakt fanden. Auch besuchten sie Unterrichtsstunden und verbrachten die übrige Zeit in ihren Gastfamilien.

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wingenfeld appellierte an die Jugendlichen, „über den eigenen Tellerrand zu schauen“. Eine wichtige Voraussetzung hierfür sei das Erlernen von Fremdsprachen. Angesichts der weiter zunehmenden Internationalisierung stoße man mit der Muttersprache an Grenzen. Er freue sich über das Interesse und die Offenheit des Marianums für die polnische Kultur und Sprache. Deutschlehrerin Emilia Nogaj, die die Gruppe aus Wronki begleitete und auch dolmetschte, betonte: „Gemeinsam fühlen wir uns als Europäer.“

Quelle: Stadt Fulda – Pressestelle

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