Energiewechsel

Fulda: Lesung mit der spanischen Autorin Cristina Sánchez-Andrade

Pressemeldung vom 1. September 2016, 14:31 Uhr

Am 14.09.2016, 19.00 Uhr, im FORUM der VHS, Kanzlerpalais Fulda

Wir freuen uns, dass wir die spanische Autorin Christina Sánchez-Andrade für eine Lesung, am 14.09.2016, 19.00 Uhr im FORUM der VHS, Kanzlerpalais, Unterm Hl. Kreuz 1, Fulda, aus dessen Roman „Die Wintermädchen“ gewinnen konnten. Die Lesung findet in spanisch und deutsch statt, sodass man auch ohne oder mit nur geringen Spanischkenntnissen der Lesung gut folgen kann. Die Lesung wird musikalisch von Maria Martinez (Oboe und engl. Horn) sowie der Cellistin Lillia begleitet. In einer kleinen Power-Point Präsentation stellt die Autorin Galicien, wo der Roman spielt, kurz vor.

Als die beiden Schwestern Saladina und Dolores nach dem spanischen Bürgerkrieg in ihr Heimatdorf zurückkehren, ahnen sie noch nicht, dass das Leben für jede von ihnen den alles entscheidenden Moment noch bereithält. Denn die beiden Schwestern verbindet nicht nur eine Schwäche für alte Hollywoodfilme, sondern auch ein großes Geheimnis …

Die gefeierte spanische Autorin Cristina Sánchez-Andrade führt uns in die Zauberwelt eines abgeschiedenen galicischen Bergdorfs und schenkt uns eine wunderbare Geschichte um Liebe, Geheimnisse und Magie

– vor allem aber schenkt sie uns zwei unvergessliche Heldinnen, die auf ihre schräge Art das Herz des Lesers erobern und ihm für immer in Erinnerung bleiben werden.

Galicien, Anfang der 50er Jahre: Nach Jahren im Exil, in das sie als Kinder vor dem Spanischen Bürgerkrieg fliehen mussten, kehren die beiden Schwestern Saladina und Dolores mit drei Schafen und einer Kuh namens Greta Garbo in das Haus ihres Großvaters in ihr Heimatdorf Tierra de Chá zurück. So unterschiedlich die Schwestern sind, die einander lieben und sich manchmal kaum ertragen, so unauflöslich scheinen sie miteinander verbunden – teilen sie doch nicht nur eine romantische Schwäche für Hollywood-Stars wie Ava Gardner und Clark Gable, sondern auch eine düstere Tat. In Tierra de Chá scheint nichts verändert und doch ist alles anders: die Leute, das alte Haus unter dem Feigenbaum, das Geräusch des Regens, der herbe Geruch des Stechginsters … Die Grenzen zwischen Lüge und Wahrheit, Erinnerung und Wirklichkeit sind fließend, in diesem Dorf, wo die Hühner verrückt werden, eine alte Frau nicht sterben kann, ein „Zahnmechaniker“ Saladina zu ihrem Glück verhilft, und Dolores sich einen alten Traum erfüllen möchte. Und aus irgendeinem Grund stört die Rückkehr der „Wintermädchen“ die friedliche Existenz der Dorfbewohner. Warum will niemand über Don Reinaldo, den Großvater der beiden, reden? Und was geschah während des Spanischen Bürgerkrieges, was man vor den Schwestern verbergen möchte?

Die Autorin
Cristina Sánchez-Andrade (geboren 1968 in Santiago de Compostela) lebt in Madrid, versteht und fühlt sich jedoch als Galicierin. Sie ist studierte Juristin, arbeitet auch als Literaturkritikerin und Übersetzerin und zählt zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der spanischen Gegenwartsliteratur. Sie war Finalistin um den Premio Herralde, und ihre Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Der hier vorliegende Roman ist der erste, der in deutscher Sprache erscheint. Über Die Wintermädchen urteilte der galicische Autor und Poet Manuel Rivas: „Eine wunderbar sinnliche Art zu schreiben und eine Geschichte, die gleichzeitig elementar, aber auch ungestüm und mitreißend ist … Etwas wirklich Neues, Originelles und Ungewöhnliches in der spanischen Literatur.“

Quelle: Stadt Fulda

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