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Fulda: Vortrag und Buchvorstellung über den Hof der Fuldaer Äbte und Bischöfe

Pressemeldung vom 9. Juni 2011, 15:37 Uhr

Fulda (cp). Mit dem Fürstenhof der Fuldaer Äbte und Bischöfe befasst sich eine Veranstaltung des Fuldaer Geschichtsvereins, bei der Dr. Christian Peter am Freitag, 10. Juni 2011, um 19.30 Uhr im Vortragsraum des Vonderau Museums referieren und ein neues Buch zum Thema vorstellen wird. Die „Barockstadt“ Fulda wird bis heute geprägt von den prachtvollen Bauwerken der Fürstäbte und Fürstbischöfe des 18. Jahrhunderts. Die geistlichen Landesherren dieser Zeit schritten zu einem umfassenden Ausbau ihres Hofes: Neue Schlossanlagen entstanden, der Hofstaat wurde beträchtlich erweitert und aufwändigere Formen der Repräsentationskultur wurden entfaltet. All dies spiegelt nicht nur das fürstliche Prunkbedürfnis wider, sondern verweist auch auf die „Spielregeln“ politischer Kommunikation in der Welt der barocken Fürstenhöfe.

Höfische Repräsentation

Der Vortrag zur Vorstellung des Buches „Staatsbildung und Residenzausbau“ soll an Beispielen aus dem Fuldaer Hofleben des 18. Jahrhunderts zeigen, welche Bedeutung Hof und höfische Repräsentation für das Selbstverständnis der Landesherren, die Darstellung ihres Rangs und die Wahrung ihres Status in der Fürstengesellschaft des Reiches hatten. Beschreibungen von Fürsten- und Gesandtenbesuchen machen deutlich, dass die Fürstäbte als Reichsfürsten auf einen standesgemäßem Hofstaat und angemessen ausgestattete Räumlichkeiten nicht verzichten konnten. Gegenüber den Landesuntertanen wurde vor allem im Rahmen der Huldigungsreisen die fürstliche Herrschaft prunkvoll inszeniert. Höfische Repräsentation konnte auf diese Weise als kultureller Aspekt der Staatsbildung wesentlich zur Festigung der Landesherrschaft nach innen und außen beitragen.

Quelle: Stadt Fulda / Magistratspressestelle

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