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Gemeinde Sulzbach: „Rübezahl“ Josef Gebrt wird am 9.November 80 Jahre alt

Pressemeldung vom 22. Oktober 2012, 09:19 Uhr

Für uns Sulzbacher ist er seit vielen Jahren der Rübezahl schlechthin. Zum ersten Mal war er hier im Taunus zum 950. Geburtstag unserer Gemeinde, als Musikant bei der damaligen Feier und seitdem regelmäßig hier vor Ort. Lange als Trompeter, bevor er dann seine Rolle als guter Geist des Gebirges fand, sei es bei Festen oder zum Sulzbacher Weihnachtsmarkt. Erst kürzlich war er bei dem Partnerschaftsjubiläum in Jablonec unermüdlich auf den Beinen.

Er stammt aus einer „gemischten“ deutsch-tschechischen Familie und spricht fließend beide Sprachen. Er erzählt gern und konnte sich durch sein offenes herzliches Wesen viele Bekanntschaften erschließen. Als vielseitiger Mensch arbeitete er in einer Reihe von Berufen und stand mit seiner großen Hilfsbereitschaft immer seinen Mann. Es war ein großes Vergnügen, mit ihm zusammen in seiner heimatlichen Umgebung zu Fuß unterwegs zu sein. Er kannte die Menschen in seinem Umfeld und sie kannten ihn, seien es nun einfache Zeitgenossen oder der ehemalige tschechoslowakische Botschafter in Bonn oder der Generalmusikdirektor Josef Waldmann aus Prag, der heute im Nachbarort Rochlitz/Rokytnice lebt. Josef ist zudem sehr naturverbunden und sehr wach: Man kann mit ihm gut die Tier- und Pflanzenwelt beobachten – oder auch vertrauensvoll Pilze suchen.

Nun wird er in Kürze auf ein erfülltes Leben zurückblicken können, legt aber immer noch nicht seine Hände in den Schoß. Denn da ist auch die große Sorge um den schwerstbehinderten Sohn Martin, um den sie sich rund um die Uhr rührend kümmern. Dieser ist kürzlich 49 Jahre alt geworden. Er ist im Rollstuhl fixiert und kann sich auch nicht selbständig bewegen. Martin kann nicht sprechen und nur mit ein paar Lauten gestikulieren. Er wird sein Leben lang gewindelt und muss stets beaufsichtigt werden, da er nicht allein bleiben kann. Seine Zukunft ist ungewiss, da man nicht weiß, wie lange Josef und seine Frau Hana noch diese schwere Aufgabe „schultern“ können. Eine Besserung seines Zustands kann ausgeschlossen werden.

Zu Josefs 80.Geburtstag möchte die Gemeinde Sulzbach durch eine Sammlung dazu beitragen, für Martin eine Rücklage zu schaffen, mit deren Hilfe seine Eltern unvorhersehbaren finanziellen Problemen begegnen können. Außerdem soll Josef der winterliche Alltag im Hochgebirge durch Schenkung einer Schneefräse etwas erleichtert werden. Denn er lebt auf knapp 1000 m Höhe und hat bei Schnee im weitestgehend offenen Gelände fast täglich mit hohen Schneeverwehungen zu kämpfen. Ab dem öffentlichen Fahrweg müssen noch gut 30m selbst geräumt werden.

Quelle: Gemeinde Sulzbach (Taunus)

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