Energiewechsel

Gießen: Urlaub für Arbeitslose

Pressemeldung vom 10. Juni 2011, 12:32 Uhr

* Arbeitslose benötigen vorherige Zustimmung ihres Vermittlers, damit keine finanziellen Nachteile eintreten
* Kein gesetzlicher Urlaubsanspruch für Erwerbslose

Auch Arbeitslose können in den Urlaub fahren. Die Agentur für Arbeit Gießen weist jedoch darauf hin, dass dabei einige Bestimmungen zu beachten sind. Denn einen gesetzlichen Urlaubsanspruch haben Erwerbslose nicht. Grundsätzlich muss eine geplante Urlaubsreise oder eine sonstige Ortsabwesenheit immer vorher von der Agentur für Arbeit genehmigt werden. Diese Genehmigung kann auch telefonisch unter der Servicenummer 01801-555111 eingeholt werden.

Während einer Urlaubsreise kann das Arbeitslosengeld für drei Wochen im Jahr weitergezahlt werden, wenn der Urlaub vorher genehmigt wurde. Eine Ortsabwesenheit kann nur genehmigt werden, wenn in dieser Zeit eine Vermittlung in Arbeit oder die Teilnahme an einer beruflichen Eingliederungsmaßnahme aller Voraussicht nach nicht erfolgen wird.
Bei einer längeren, genehmigten Reise werden ab der vierten Woche keine Leistungen mehr von der Arbeitsagentur gezahlt. Bei einer Reisedauer von mehr als sechs Wochen wird die Zahlung bereits ab dem ersten Urlaubstag eingestellt. Das Arbeitslosengeld wird dann erst wieder nach einer erneuten persönlichen Arbeitslosmeldung weitergewährt.

Ein teures Ferienvergnügen leisten sich arbeitslose Urlauber, die ohne Wissen und vorheriger Zustimmung der Arbeitsagentur aufbrechen, unabhängig davon, wie lange sie fortbleiben. Sie müssen nämlich nicht nur das Arbeitslosengeld für die Zeit ihrer Abwesenheit zurückzahlen, sondern unter Umständen auch noch mit einem Bußgeld oder einer Strafanzeige rechnen.
Wichtig: Beim Bezug von Arbeitslosengeld II gelten abweichende Bestimmungen, die beim zuständigen Jobcenter erfragt werden können.

Quelle: Agentur für Arbeit Gießen

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis