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Gießen: Arbeitsmarkt – Positive Entwicklung im Februar

Pressemeldung vom 26. Februar 2015, 11:48 Uhr

*Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat von 5,9 auf nun 5,8 Prozent *166 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 355 Arbeitslose weniger als im Februar 2014 *Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen auf Vorjahresniveau *Bis auf die Personengruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren haben alle Personengruppen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitiert

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar gesunken. Im Berichtsmonat waren 20587 Personen arbeitslos gemeldet, 166 weniger als im Vormonat Januar. Damit sank die Arbeitslosenquote von 5,9 auf nun 5,8 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 355 Arbeitslose mehr gemeldet. Die Quote lag damals bei 6,0 Prozent.

„Betrachtet man den regionalen Arbeitsmarkt saisonbereinigt, zeigt er seit Monaten einen positiven Trend mit rückläufigen Arbeitslosenzahlen“, kommentierte der Leiter der Arbeitsagentur Gießen, Eckart Schäfer, die Arbeitsmarktzahlen vom Februar. „Im aktuellen Monat sind die Arbeitslosenzahlen so niedrig, wie seit Beginn der neunziger Jahre nicht. Gleichzeitig ist die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen weiter gestiegen. Ein weiterer Indikator für die Arbeitsmarktlage ist der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen. Auch hier verzeichnen wir derzeit sehr hohe Werte. Dies ist besonders für arbeitssuchende Menschen eine gute Entwicklung. Wir unterstützen Arbeitgeber bei der Besetzung der offenen Stellen nach Kräften, um die regionale Arbeitsmarktentwicklung weiter zu unterstützen und zu verbessern.“

Gemeldete Stellen Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen lag auf Vorjahresniveau. Der Arbeitsagentur Gießen sowie den Jobcentern des Kreises Gießen und der Wetterau meldeten Arbeitgeber insgesamt 1706 neue Arbeitsstellen. Dies waren 15 Stellen weniger als im Februar 2014. Der Bestand an offenen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen wies auch im Februar einen sehr hohen Wert auf. 4670 Stellen waren im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen im Berichtszeitraum verzeichnet, knapp sechs Prozent mehr gegenüber dem Vergleichswert von Februar 2014.

Männer und Frauen Geschlechtsspezifisch hat sich die Zahl der Arbeitslosen gleichermaßen reduziert. Eine für Februar fast untypische Entwicklung, da die Zahl der erwerbslosen Männer im Februar in der Regel weiter ansteigt. Die Anzahl der erwerbslos gemeldeten Männer lag bei 11494, 37 weniger im Vergleich zum Vormonat Januar. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,2 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 195 Männer mehr gemeldet. Die Quote lag damals bei 6,3 Prozent. Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen waren im Februar 9093 Frauen arbeitslos gemeldet, 129 weniger als im Vormonat. Wie bei den Männern blieb die Quote unverändert und lag bei 5,5 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren 160 Frauen weniger arbeitslos gemeldet. Die Quote betrug seinerzeit 5,6 Prozent.

Besondere Personengruppen Erhöht hat sich die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen unter 25 Jahren. Im Februar ist die Zahl derer, die auf der Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle waren, um 85 Personen gestiegen und lag danach bei 2048. Die Quote erhöhte sich um 0,2 Prozent und lag danach bei 5,5. Im Vorjahresmonat waren 187 jüngere Arbeitnehmer mehr arbeitslos gemeldet. Damals lag die Arbeitslosenquote noch bei 5,9 Prozent. Bei dem Personenkreis der über 50-jährigen Erwerbslosen wurde ein Rückgang verzeichnet. Im aktuellen Monat hat sich die Zahl der Älteren um 174 Personen reduziert. Danach waren 6871 ältere Menschen erwerbslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkt auf nun 6,2 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 87 ältere Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Damals lag die Quote bei 6,4 Prozent.

Regionale Unterschiede In den drei mittelhessischen Landkreisen Gießen, Wetteraukreis und Vogelsbergkreis hat sich der Arbeitsmarkt im Februar unterschiedlich entwickelt. Während die Anzahl der Erwerbslosen in den Landkreisen Gießen und der Wetterau sank, hat sie sich im Vogelsbergkreis erhöht. Im Kreis Gießen waren im Februar insgesamt 9677 Menschen erwerbslos gemeldet, 142 Arbeitslose weniger gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozent und lag danach bei 7,1 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote ebenfalls bei 7,1 Prozent. Damals waren 15 Menschen mehr registriert. Im Wetteraukreis ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar um 35 Personen auf jetzt 8270 zurückgegangen. Die Quote blieb unverändert bei 5,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 260 Erwerbslose weniger gemeldet. Seinerzeit lag die Arbeitslosenquote bei 5,5 Prozent. Im Vogelsbergkreis ist die Zahl der Erwerbslosen, wenn auch nur leicht, im Februar weiter gestiegen. 2640 Personen waren arbeitslos gemeldet, elf mehr als im Januar. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,6 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 110 Erwerbslose mehr gemeldet. Die Quote lag damals bei 4,8 Prozent.

Die beiden Rechtskreise (nach dem Sozialgesetzbuch II und III) Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen hat sich die Arbeitslosigkeit bei den Rechtskreisen (nach dem Sozialgesetzbuch II und III) nach dem saisonüblichen Anstieg im Januar jetzt wieder positiv entwickelt. Der Rückgang lag bei den beim Jobcentern (SGB II) betreuten Arbeitslosen und der bei der Arbeitsagentur (SGB III) gemeldeten Bewerber jeweils bei knapp einem Prozent im Vergleich zum Vormonat. Bei der Arbeitsagentur Gießen (und den Geschäftsstellen in Bad Vilbel, Büdingen, Friedberg, Lauterbach) waren im Februar 6939 Personen gemeldet, 63 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Zahl derer jetzt um 308 Personen niedriger. Die Zahl der in den Jobcentern geführten Erwerbslosen sank um 103 Personen auf nun 13648. Davon betreute das Jobcenter Gießen 6924 Arbeitslose, 92 Personen weniger gegenüber Januar. Im Jobcenter Wetterau waren im abgelaufenen Monat 5404 Arbeitslose gemeldet, 6 Personen weniger als im Vormonat Januar. Im Vogelsbergkreis wurden bei der Kommunalen Vermittlungsagentur (KVA) insgesamt 1320 Arbeitslose im Februar betreut, fünf weniger als im Januar.

Quelle: Agentur für Arbeit Gießen

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