Energiewechsel

Gießen: Für eine bessere Versorgungssicherheit im Versorgungsgebiet nördlich von Frankfurt

Pressemeldung vom 6. Februar 2015, 12:41 Uhr

Regierungspräsidium Gießen genehmigt den Bau der Trinkwasserfernleitung von Gießen nach Lich

Regierungspräsident Dr. Lars Witteck hat am vergangenen Freitag der Kooperation aus Zweckverband Mittelhessischer Wasserwerke (ZMW) und Oberhessischer Versorgungsbetriebe AG (OVAG) den Planfeststellungsbeschluss für den Bau einer fast 13 Kilometer langen Wasserfernleitung von Gießen nach Lich überreicht. Mit dieser Verbindung soll zukünftig eine Überleitung von Trinkwasser vom Versorgungsnetz des ZMW in das Versorgungsnetz der OVAG ermöglicht werden. Die „Wasserpipeline“ mit einem Durchmesser von 50 bis 60 Zentimeter soll vom Osten der Stadt Gießen über die Gebiete der Kommunen Pohlheim und Fernwald bis in den Süden des Stadtgebietes Lich führen.

Regierungspräsident Dr. Lars Witteck lobte ausdrücklich die Vorgehensweise der Antragsteller: „Sie hätten Ihr Vorhaben auch durch ein einfaches Plangenehmigungsverfahren ohne Umweltverträglichkeitsprüfung durchsetzen können, haben sich aber für ein aufwendigeres Verfahren mit Beteiligung der Öffentlichkeit entschieden.“ Für die Akzeptanz derart großräumiger Verfahren sei es wichtig, die Konzeptionen offen und transparent darzustellen und den Betroffenen die Möglichkeit der Beteiligung zu geben.

Christian Somogyi, stellvertretender Vorsitzender des ZMW, hob die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit der beiden Verbände hervor. Durch die Übergabe des Planfeststellungsbeschlusses werde ein entscheidender Schritt in Richtung Realisierung erreicht.
„Dieses Projekt trägt wesentlich dazu bei, die Versorgungssicherheit des Rhein-Main-Gebietes zu sichern“, fasste Peter Hög, Prokurist bei der OVAG, zusammen. Außerdem könne durch eine höhere Flexibilität bei vorausschauendem Fördermanagement eine umweltschonende Grundwassergewinnung in den Fördergebieten der OVAG erfolgen.

Der Planfeststellungsbeschluss wird vom 17. Februar bis 2. März in den betroffenen Kommunen öffentlich ausgelegt.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen

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