Energiewechsel

Gießen: Hessen fördert Interkommunale Zusammenarbeit

Pressemeldung vom 14. April 2015, 10:35 Uhr

Aartalseegemeinden streben gemeinsames Dorfentwicklungskonzept an

Die Gemeinden Bischoffen, Hohenahr, Mittenaar und Siegbach planen, ihre bislang eigenständigen Dorfentwicklungskonzepte zusammenzuführen und werden deshalb im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) durch die Hessische Landesregierung gefördert. Den dazugehörigen Bescheid über 100.000 Euro hat heute (13.04.) Regierungspräsident Dr. Lars Witteck im Beisein von Landrat Wolfgang Schuster und dem Koordinator für Interkommunale Zusammenarbeit in Hessen, Claus Spandau, an die Bürgermeister Berndt Happel (Siegbach), Ralph Venohr (Bischoffen), Armin Frink (Hohenahr) und Markus Deusing (Mittenaar) übergeben.

Witteck betonte in seiner Ansprache, dass diese Kooperation im Bereich der Dorfentwicklung einen Vorbildcharakter für Mittelhessen habe, denn rückläufige Einwohnerzahlen und die Veränderung der Bevölkerung aufgrund des demografischen Wandels seien in vielen Kommunen bereits deutlich spürbar. Insofern müsse nicht überall das Rad neu erfunden werden. „Zu kooperieren, um gemeinsam schlüssige Konzepte zu entwickeln, ist der richtige Weg, um ihre Gemeinden als modernen Wohnort in der Region zu positionieren“, so Witteck. Der Beitrag des Landes hierzu sei als Anerkennung der engagierten Arbeit in den Kommunen zu sehen.

„Die vier Gemeinden haben die Vorteile der Interkommunalen Zusammenarbeit erkannt und so konnte mit dieser Maßnahme bereits die zweite Kooperation gefördert werden“, resümierte Spandau. Darüber hinaus sei ein weiteres interkommunales Projekt eines gemeinsamen Bauamtes bereits beantragt und gegenwärtig im Innenministerium auf gutem Wege in der Antragsprüfung.

Die im Osten des Lahn-Dill-Kreises zwischen Dillenburg/Herborn und der Kreisgrenze zu Marburg-Biedenkopf beheimateten Gemeinden haben alle weniger als 5000 Einwohner und befinden sich in schwierigen finanziellen Situationen. Sie haben bereits in der Vergangenheit in verschiedenen Bereichen wie der Zusammenarbeit im Personenstandswesen, bei den Feuerwehren und der gemeinsamen Umsetzung der gesplitteten Abwassergebühr erfolgreich kooperiert und praktische Erfahrungen in der Bewältigung gemeinsamer Aufgaben gesammelt. Bei der Interkommunalen Zusammenarbeit der Dorfentwicklungskonzepte sollen komplexe Verfahren an einer Stelle gebündelt werden, damit Verwaltungsaufwand minimiert und Personalkosten reduziert werden.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen

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