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Giessen: Regierungspräsidium Gießen informiert zum Thema „Arbeitsschutz im Betriebspraktikum“

Pressemeldung vom 23. März 2017, 14:29 Uhr

Nach den Osterferien beginnt für viele Schülerinnen und Schüler die Zeit der Betriebspraktika. Abseits der Schule gibt es einiges zu beachten, damit die Schüler einen spannenden und interessanten Einblick in die Arbeitswelt bekommen und keine gesundheitlichen Schäden davontragen.

Das Dezernat Arbeitsschutz des Regierungspräsidiums (RP) Gießen informiert Schülerinnen und Schüler, Eltern und Betriebe über bestehende Vorgaben zum Arbeitsschutz im Rahmen von Vortragsreihen an verschiedenen Schulen. Zudem wird die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen in Betrieben regelmäßig kontrolliert, erläutert Arbeitsschutzexperte Günter Foth vom (RP) Gießen.

Foth erklärt: „Für viele ist Arbeitsschutz ein lästiges Thema, aber letztlich geht es darum, die Gesundheit des Einzelnen zu schützen.“ Dazu gehörten auch Regelungen über die Arbeitszeit, denn für jugendliche Arbeitnehmer, gelten strengere Vorschriften. Schülerinnen und Schüler, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen täglich höchstens sieben Stunden arbeiten (35-Stunden-Woche). Für die älteren Schulpraktikanten gilt ein Achtstundentag (40-Stunden-Woche). Auch verschiedene Pausenregelungen sind zu beachten. Bei Arbeitszeiten von mehr als viereinhalb Stunden müssen die Pausen insgesamt 30 Minuten dauern. Wird mehr als sechs Stunden gearbeitet, betragen die Pausen insgesamt mindestens 60 Minuten. Keine Pause darf kürzer als 15 Minuten sein.

In vielen Betrieben ist eine besondere Arbeitsbekleidung vorgeschrieben. Schüler und Eltern sollten sich schon vor Beginn des Praktikums informieren, welche Kleidung für den Betrieb gefordert wird. So ist zum Beispiel für ein Praktikum in einem metallverarbeitenden Betrieb darauf zu achten, dass festes Schuhwerk, eng anliegende Kleidung und keine losen Bänder oder Gürtel getragen werden. Wenn in einem Betrieb Sicherheitsschuhe gefordert werden, stellt der Betrieb diese zur Verfügung. Auch Augen- und Gehörschutz, die sogenannte persönliche Schutzausrüstung werden vom Betrieb gestellt.

Handy oder Smartphone sollten die Praktikanten dafür am besten zu Hause lassen oder im Betrieb an einem geeigneten Ort ablegen. Gerade Berufsneulinge würden durch die Benutzung von Handys abgelenkt und es käme -zu vermeidbaren- Unfällen, so Foth.

Am ersten Praktikumstag muss der Betrieb eine Unterweisung für den Praktikanten durchführen. Hierbei sind dann besondere Gefahren, die im Betrieb auftreten können zu besprechen. Als Beispiel ist hier der Staplerverkehr im Betrieb zu nennen. Aber auch allgemein übliche Verhaltensweisen, wie der Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung oder Verhaltensweisen bei Feuer in dem Betrieb werden den Jugendlichen erklärt.

Eltern und Schüler können sich bei weiteren Fragen an die Dezernate für Arbeitsschutz beim Regierungspräsidium Gießen wenden. Vortragsreihen für interessierte Schulen im Regierungsbezirk können auf Anfrage angeboten werden. Ansprechpartner ist Günter Foth, Telefon 06433 – 8664.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen

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