Energiewechsel

Gießen: Renaturierung der Würf abgeschlossen

Pressemeldung vom 15. April 2015, 13:46 Uhr

Gießen/Kirchhain. Jahrzehntelang wurden Fließgewässer begradigt, die Ufer teilweise befestigt und Seitenarme abgetrennt, um die Bewirtschaftung der angrenzenden Flächen zu vereinfachen oder um sie als natürliche Grenze nutzen zu können. Die Ausuferungen des Gewässers werden damit zwar eingeschränkt, doch der lokale Grundwasserspiegel sinkt und benachbarte Feuchtgebiete trocknen aus. Gerade weil diese Bereiche bevorzugter Lebensraum für selten gewordene Tiere und Pflanzen sind, werden vielerorts Projekte finanziell gefördert, um diese Flächen zu renaturieren.

Auch bei der Würf, einem kleinen Bach im Natura 2000 Gebiet "Amöneburger Becken" bei Kirchhain, ist dies geschehen. Das Land Hessen konnte die Kosten von 60.000 Euro in voller Höhe übernehmen, da gleichzeitig die Ziele der Wasserwirtschaft, des Naturschutzes und der Fischerei verfolgt werden konnten.

Inzwischen wurden für Fische unpassierbare Stufen am Gewässergrund beseitigt und der Verlauf naturnah gestaltet, indem Totholz und Steinmaterial zur Aktivierung eines geschwungenen Gewässerlaufs eingebaut wurden. Für Fische und andere am Gewässerboden lebende Organismen ist der Bach damit wieder durchgängig. Ziel der Maßnahme war es zudem, das Abflussverhalten der Würf durch einen strukturierteren Gewässerverlauf zu verbessern und somit die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union umzusetzen. Gleichzeitig sollte der Lebensraum der im Vogelschutzgebiet rastenden und brütenden Vögel durch ein strukturreicheres Ufer verbessert werden.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen

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