Energiewechsel

Gießen: Witteck zeigt sich erstaunt über Aussage Schäfer-Gümbels

Pressemeldung vom 8. April 2015, 15:39 Uhr

„Konstruktive Vorschläge des Landesvorsitzenden der SPD zur Stärkung der Region sind herzlich willkommen“

Regierungspräsident Dr. Lars Witteck zeigte sich nach Rückkehr aus dem Osterurlaub erstaunt über die Aussage von Thorsten Schäfer-Gümbel anlässlich der Mittelhessenkonferenz des Bezirks Hessen-Süd der SPD, wonach der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende an ihn in seiner Funktion als Chef des Regionalmanagements appellierte, zu entscheiden, „ob er lediglich verlängerter Arm der Landesregierung sein wolle oder sich als Vertreter der heimischen Region uneingeschränkt für diese einzusetzen gedenke“.

„Ich kann es mir eigentlich nur so erklären, dass Herr Schäfer-Gümbel diese Aussage in Unkenntnis der Strukturen des Mittelhessischen Regionalmanagements getroffen hat. Ansonsten hätte er wissen müssen, dass die Regionalmanagement Mittelhessen GmbH aus 19 Gesellschaftern besteht, dem Regierungspräsidenten dagegen nur eine beratende Funktion ohne Stimmrecht im Aufsichtsrat zukommt. Unter diesen Gesellschaftern befinden sich nicht nur Vertreter der mittelhessischen Hochschulen sowie der Wirtschaft, sondern auch sämtliche Landräte und Oberbürgermeister, die mehrheitlich der SPD angehören und alle gleichsam für die Entwicklung des Regionalmanagements und somit der Region verantwortlich zeichnen. Insofern verwundert es, dass Schäfer-Gümbel nicht zuvor den Rat seiner Parteigenossen eingeholt hat.

„Der Verein Mittelhessen e.V., dem ich vorstehen darf, ist einer der 19 Gesellschafter und hat sich die Stärkung des regionalen Dialogs zwischen Wirtschaft, Kommunen und Verbänden zum Ziel gesetzt“, erläuterte Witteck und ergänzt: „Eine parteipolitische Instrumentalisierung des Regionalmanagements, wie sie hier versucht wird, ist nicht in unserem Interesse. Ebenso wenig halte ich es für klug, sich auf das bloße Fordern von mehr Geld zu verlegen. Mit einer solchen Strategie werden wir von den uns übergeordneten Ebenen Land, Bund und EU mit Sicherheit nicht als innovative und zukunftsweisende Region wahrgenommen, die sich um eine eigenständige Profilbildung bemüht. Vielmehr sollten wir inhaltliche Schwerpunkte und Ziele formulieren, die unsere Region voranbringen. Hierzu sind konstruktive Beiträge vom Landesvorsitzenden der SPD herzlich willkommen. Erst wenn die Region zusammensteht, mit einer Stimme spricht und parteiübergreifend konkrete Projekte aus eigener Kraft und eigener Initiative heraus angeht, werden Rufe nach finanzieller Unterstützung Erfolg haben.“

Quelle: Regierungspräsidium Gießen

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