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Gießen: Zehn neue Stiftungen im Regierungsbezirk

Pressemeldung vom 2. Februar 2015, 09:43 Uhr

Witteck: „Mit einer Stiftung das Gemeinwohl im Blick“

Zehn neue Stiftungen mit einem Gesamtvolumen von 3,1 Millionen Euro wurden im letzten Jahr im Mittelhessen gegründet. Dies geht aus einer Statistik der beim Regierungspräsidium (RP) Gießen ansässigen Stiftungsaufsicht hervor. Vier der Neulinge kommen aus dem Lahn-Dill-Kreis, drei aus dem Landkreis Gießen, zwei aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und eine aus dem Kreis Limburg-Weilburg. Damit wird das Niveau des Vorjahres, in dem es sieben Neugründungen gab, leicht überschritten. Zurzeit stehen 281 rechtsfähige Stiftungen mit einem Vermögen von 580 Millionen Euro unter der Aufsicht des RP.

„Das Ergebnis ist angesichts des niedrigen Zinsniveaus für Geldanlagen durchaus respektabel“, ist das Fazit von Regierungspräsident Dr. Lars Witteck, der weiß, wie schwierig es für die Institutionen derzeit ist, aus den Erträgen ihrer Geldanlagen den Stiftungszweck zu erfüllen. Daher seien Stiftungen insbesondere in Niedrigzinsphasen dankbar für Spenden. Im Gegensatz zu den Zustiftungen fließen diese nicht dem Vermögen zu und können somit zeitnah für den Stiftungszweck verwendet werden. „Es ist schön zu sehen, wie viele Mitbürger das Gemeinwohl der Gesellschaft im Blick haben und mit ihrem Engagement in ausgewählten Bereichen wie Sport, Kultur oder Wissenschaft andere Menschen an ihrem Erfolg teilhaben lassen“, so Witteck.

„Potenzielle Stifter können jederzeit an uns herantreten, um sich zu informieren und beraten zu lassen“, erläutert Dirk Becker, Dezernatsleiter Stiftungswesen beim RP, für den privates Stiften durchaus unterschiedliche Gründe hat. Grundsätzlich habe bürgerschaftliches Engagement in unserer Gesellschaft an Bedeutung gewonnen. Viele Stifter schafften sich hiermit, unabhängig von gesellschaftlicher Anerkennung, eine erfüllende Aufgabe und ordneten gleichzeitig ihren Nachlass. Auch spontane Vermögenszuwächse, Schicksalsschläge oder fehlende Erben gehören zu den Ursachen für eine Stiftungsgründung.

„Unabhängig von ihren Beweggründen stehen die Mitarbeiter des RP möglichen Stiftern bei ihrer Entscheidungsfindung mit Rat und Tat zu Seite“, so Becker. Sei die Entscheidung für eine Stiftung gefallen, so habe es sich in der Praxis bewährt, einen Entwurf des Stiftungsgeschäftes und der Verfassung anzufertigen und dem RP vorzulegen. Für eine Anerkennung sei es in jedem Fall eine unabdingbare Voraussetzung, den Willen des Stifters dauerhaft zu sichern.

Quelle: Regierungspräsidium Gießen

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