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Groß-Umstadt: „Den Groß-Umstädtern wird demnächst so einiges blühen“

Pressemeldung vom 27. August 2009, 16:39 Uhr

Groß-Umstadt. Verkehrsinseln in der Hans-Kudlich-Straße naturnah begrünt
Groß-Umstadt geht wieder einmal neue Wege beim öffentlichen Grün. Nach der erfreulichen Akzeptanz der Staudenmischpflanzungen an der Richer Straße und am Kreisel Breite Gasse wurde in der Hans-Kudlich-Str. eine Wildstauden-Einsaat angelegt.

In einem Pilotprojekt werden seit Ende Mai neue Einsaaten für die Verkehrsinseln ausprobiert. Für die insgesamt 16 Flächen werden zwei Basismischungen verwendet mit 24 bzw. mit 47 Wildblumenarten und Gräsern. Diese Basismischungen sind im Prinzip magere Blumenwiesen: sie geben die Grundtönung der Fläche und prägen über ihre Zusammensetzung den Standort. In den Basismischungen sind einjährige Arten wie Mohn oder Kornblume genauso enthalten wie zweijährige (Wiesenbocksbart). Im Wesentlichen bestehen sie aber aus mehrjährigen Stauden. Zur Zeit sind eher die einjährigen Blumen zu sehen, denn sie wachsen und blühen am schnellsten. Zum Spätsommer hin und erst recht im nächsten Jahr wird sich das Bild aber wandeln, denn dann treten die mehrjährigen Arten verstärkt auf.

Zu den Basismischungen, die in etwas verringerter Dichte eingesetzt werden, kommen individuelle Einsaaten, die den Blüh-Aspekt variieren. So ist eine differenzierte Entwicklung möglich, welche die kommenden Jahre prägen wird. Als Einzelsaat hinzu gegeben wurden etwa so dekorative Wildblumen wie das Wilde Löwenmaul, Wildes Leinkraut, Flockenblumen, Ackerwachtelweizen, Klappertopf u.a. Langfristig können sie dann zur Unterschiedlichkeit der Ansaaten beitragen und jede Verkehrsinsel individuell aussehen lassen. Doch handelt es sich hierbei um langfristige Prozesse von 5-10 Jahren.

Die Mischungen sind nachhaltig konzipiert, d.h. sich selbst erneuernd. Trotz eines Wandels im Aussehen über die Jahre werden sie als attraktive bunte blumenwiesenartige Kleinstbiotope zum Artenreichtum und Vielfalt in Groß-Umstadt beitragen. Außerdem sind sie ausgesprochen pflegeleicht. Sie müssen nur ein- bis zweimal jährlich gemäht werden, das Mähgut wird dabei entfernt. Sowohl die Ersteinsaat als auch die weitere Unterhaltung ist daher eine kostengünstige und dennoch attraktive Alternative zu vielen herkömmlichen Anlagen. Die städtische Grünflächenabteilung hat für dieses Projekt mit dem Spezialisten Dr. Reinhard Witt, Fachbetrieb für naturnahe Grünplanung, zusammengearbeitet, der sich kürzlich persönlich vom Erfolg der Einsaat mit den Worten überzeugte: „Den Groß-Umstädtern wird demnächst so einiges blühen“. Freuen Sie sich darauf!

Quelle: Stadt Groß-Umstadt – Pressestelle

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