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Heppenheim: „Integration braucht Partnerschaft“

Pressemeldung vom 22. Juni 2015, 12:17 Uhr

Ausländer- und Migrationsamt informiert über berufliche Eingliederung von Migranten

Kreis Bergstraße (kb.) Viele Migranten sind arbeitssuchend und benötigen Hilfe auf dem Weg ins Berufsleben. Die Anerkennung von im Ausland erworbenen Schul- und Berufsabschlüssen ist eine wichtige Voraussetzung für die Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt. Integrationsbegleiter unterstützen zugewanderte Menschen bei der Suche nach einem Arbeits-oder Ausbildungsplatz und helfen bei der Vermittlung von Praktikumsstellen. Die Projektkoordinatorin der Maßnahme „Integration braucht Partnerschaft“ Susan Massara arbeitet mit ehrenamtlichen Integrationsbegleitern zusammen und stellt sich gemeinsam mit den freiwilligen Helfern den Herausforderungen der beruflichen Eingliederung von Migranten. Die Begleiter kommen in regelmäßigen Abständen zum Austausch und zur Fortbildung zusammen. In einer Expertenrunde mit Khaled Fakha, von der „Mobilen Anerkennungsberatung“ (MoAB) können Fragen rund um das Thema Berufseingliederung von zugewanderten Menschen diskutiert werden.

Viele Einwanderer haben in ihrem Ursprungsland eine Berufsausbildung begonnen oder abgeschlossen und möchten ihre Fähigkeiten in Deutschland adäquat einsetzen. Mit dem Anerkennungsgesetz, das seit zwei Jahren in Kraft gesetzt ist, sind die Möglichkeiten hierfür ausgeweitet worden. Bei der großen Zahl an Berufen und der Vielfalt der Stellen, die für die Bewertung und Anerkennung zuständig sind, ist es für die Betroffenen nicht einfach den entsprechenden Ansprechpartner zu finden. Hier setzt die „Mobile Anerkennungsberatung“ des Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) an.

„Im ersten Schritt ist zu klären, welche Ziele der Ratsuchende hat und was er mit der Anerkennung erreichen möchte“, so Khaled Fakha. „Nicht immer ist ein Anerkennungsverfahren notwendig, mitunter jedoch hilfreich. Für andere Berufe, wie für Krankenschwestern, ist das Anerkennungsverfahren wiederum zwingend erforderlich. Wenn eine im Ausland erworbene berufliche Qualifikation im Vergleich zum jeweiligen deutschen Abschluss nicht gleichwertig ist, kann auch eine Teilanerkennung ausgesprochen und die erworbenen Qualifikationen bescheinigt werden“, erklärt der Experte weiter.

Erreichbar ist die „Mobile Anerkennungsberatung (MoAB)“ seit Jahresbeginn regelmäßig vor Ort. In der Agentur für Arbeit in Bensheim werden offene Sprechstunden zur Erstberatung angeboten. Ratsuchende haben die Möglichkeit, sich jeden dritten Dienstag im Monat von 9:30 bis 12:00 unkompliziert informieren zu lassen. Zu diesem Gespräch sollten bereits alle vorhandenen Unterlagen zu im Ausland erworbenen Berufs-, Hochschul- oder Schulabschlüssen und zu den bisherigen Arbeitsverhältnissen sowie ein Lebenslauf mitgebracht werden.

Quelle: Kreis Bergstraße – Heppenheim

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