Energiewechsel

Heppenheim: Landkreis Bergstraße stellt lokales Konzept zu den Europäischen Wasserrahmenrichtlinien vor

Pressemeldung vom 29. September 2009, 14:54 Uhr

Heppenheim. „Der Kreis Bergstraße möchte eine aktive Rolle in der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinien spielen, mit denen ein guter Zustand des Grundwassers und der Oberflächengewässer erreicht werden soll. Die örtlichen Gegebenheiten müssen berücksichtigt und die lokalen und regionalen Akteure auf der Basis der Freiwilligkeit einbezogen werden. Hierzu bietet der Landkreis einen organisatorischen Rahmen“, so der Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent Thomas Metz.

Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Gemeinschaft haben mit den Wasserrahmenrichtlinien ambitionierte Ziele für einen Gewässerschutz auf hohem Niveau festgeschrieben. Erklärtes Umweltziel ist die Erreichung bzw. der Erhalt eines guten Zustandes des Grundwassers und der oberirdischen Gewässer. Den Mitgliedsländern der Europäischen Gemeinschaft wurde ein Terminplan für die einzelnen Planungsschritte vorgegeben. Derzeit wird der Entwurf des Maßnahmenprogramms diskutiert, der Ende 2009 vom Hessischen Umweltministerium festgesetzt wird.

Die Wasserrahmenrichtlinien verfolgen einen neuen integrativen Ansatz zur ganzheitlichen Betrachtung des Gewässerzustandes. Dazu gehören Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur sowie zur Verminderung der Nährstoffbelastung von Grundwasser und Bachläufen aus punktuellen Einleitungen und diffusen Stoffeinträgen.

Der Kreis Bergstraße nimmt aufgrund seiner Topographie (Ried/Bergstraße/Odenwald) mit unterschiedlichen geologischen und hydrogeologischen Randbedingungen sowie der Teilung in die zwei Flussgebietseinheiten Rhein und Neckar eine Sonderstellung in Südhessen ein, beschreibt Ursula Knoblich, die Leiterin der Wasserbehörde, die Ausgangslage. Sie verfolgt ein eigenes lokales Konzept zur Umsetzung des Maßnahmenprogramms auf Kreisebene.

„Wir wollen mit den beteiligten Landnutzern, Kommunen, Fachbehörden und Verbänden auf gleicher Augenhöhe untersuchen, was im Einzelnen für unsere Gewässer getan werden muss“ beschreibt Umweltdezernent Metz die Ziele. Es ist geplant, als einer der ersten Landkreise in Hessen, eine Koordinierungsrunde einzurichten, die in Form eines Runden Tisches die beteiligten Akteure in den Umsetzungsprozess einbindet und nach Abwägung der unterschiedlichen Interessen einvernehmliche Lösungen erarbeiten soll.

Quelle: Stadt Heppenheim – Pressestelle

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