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Heppenheim: Medizinische Kompetenz aus Heppenheim stößt bundesweit auf großes Interesse

Pressemeldung vom 28. September 2009, 15:09 Uhr

Heppenheim. Das Kreiskrankenhaus Bergstraße genießt nicht nur einen guten Ruf bei der Patientenversorgung, sondern zunehmend auch als überregionaler Fortbildungsstandort. Mit einer Veranstaltung zur Videokapselendoskopie hat Chefarzt PD Dr. Uwe Seitz jetzt Ärzte aus ganz Deutschland in die Klinik nach Heppenheim geholt. Das Interesse an der Veranstaltung zeugt von der Akzeptanz, die das Kreiskrankenhaus in der Fachwelt hat, zugleich war die Veranstaltung gute Werbung für Heppenheim als Tagungsstandort. Und, positiver Nebeneffekt, mancher Veranstaltungsteilnehmer kommt vielleicht auch mal mit Familie als Tourist wieder

Bei der Kapselendoskopie, wie sie von Dr. Seitz seit 2001 am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg und jetzt weiter am Kreiskrankenhaus Bergstraße praktiziert wird, lassen sich Videosequenzen aus dem Dünndarm aufnehmen, um eine Blutungsquelle oder einen Tumor zu lokalisieren. Die hierzu genutzte Kapsel ist kaum größer als eine Pille, wird wie eine solche geschluckt und sendet Bilder an ein Empfangsgerät außerhalb des Körpers. Das Verfahren ist für den Patienten wenig belastend und normalerweise ohne Neben- und Nachwirkungen. „Entscheidend ist es, die Bilder richtig deuten zu können“, erklärt Dr. Seitz die Herausforderung des Verfahrens. Und eben da hat die Schulung angesetzt. Gemeinsam mit PD Dr. Dirk Hartmann, Leitender Oberarzt am Klinikum Ludwigshafen, vermittelte Dr. Seitz in Heppenheim Grundwissen zum Verständnis der Aufnahmen. Hartmann und Seitz sind als Endoskopie-Spezialisten bundesweit anerkannt, ihre Erfahrung wird von Kollegen als Hilfestellung geschätzt.

An insgesamt 18 Computern werteten die Kursteilnehmer selbstständig Untersuchungen von mehr als 20 Patienten aus. Typische Fehler bei der Handhabung des Systems und die umsichtige Deutung der Befunde wurden von den Teilnehmern praktisch ausprobiert. Die Bilder waren beeindruckend klar, verdeutlichten zugleich aber die Schwierigkeiten bei der Diagnostik im Dünndarm. Von den Experten Dr. Seitz und Dr. Hartmann kam die notwendige Anleitung, um die Aufnahmen weiterführend auswerten und in jedem Einzelfall die richtige Therapie für den Patienten einleiten zu können.

Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von dem während der Ganztagesveranstaltung Dargebotenen. „Es ist sehr informativ“, kommentierten beispielsweise Dr. Erich Gmähle (Crailsheim) und Dr. Martin Kößler (Homburg) die Ausführungen. Sie zollten der Arbeit der beiden Referenten Respekt mit der Feststellung: „Es ist ein Riesenfundus, aus dem sie schöpfen“. Ein rundum positives Resümee zogen Dr. Tilmann Rauscher (Bietigheim-Bissingen) und Christoph Wirth (Bautzen), sie kommentierten die Fortbildung in Heppenheim als „sehr praxisorientiert“. Und genau das war Dr. Seitz und Dr. Hartmann wichtig: Die Wissensvermittlung aus der Praxis für die Praxis.

Ziel von Dr. Seitz ist es, das medizinische Seminarangebot am Kreiskrankenhaus Bergstraße weiter auszubauen und Kollegen praxisnahe Unterstützung im Umgang mit innovativen oder auch mit selten angewandten Verfahren zu geben. Dass solche Kurse angenommen werden, hat sich aktuell gezeigt. Auch auf internationaler Ebene ist Dr. Seitz als Lehrer gefragt. Demnächst veranstaltet er mit einem französischen Kollegen Schulungen für Ärzte aus Ländern, in denen derartige Spezialkurse gar nicht angeboten werden.

Der Kurs in Heppenheim wurde zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (GATE-Kurs) und der Landesärztekammer Hessen sowie technisch begleitet von Olympus als Hersteller von Endoskopiekapseln.

Quelle: Stadt Heppenheim – Pressestelle

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