Energiewechsel

Hersfeld-Rotenburg: Katastrophenfall Schnee-Chaos

Pressemeldung vom 9. Oktober 2012, 15:01 Uhr

Stab des Landkreises übte den Ernstfall / Zahlreiche Experten im Einsatz

Starker Schneefall hat im Landkreis Hersfeld-Rotenburg für ein Schnee-Chaos gesorgt: Der Verkehr auf der Autobahn A 4 Richtung Eisenach ist komplett zum Erliegen gekommen. An der Abfahrt Friedewald steht ein LKW quer. Etliche Straßen in Wildeck, Nentershausen und Cornberg sind unpassierbar. Erste Hausdächer sind eingebrochen. An mehreren Stellen sind Oberleitungen heruntergefallen und der Strom ist im Ostteil des Kreises ausgefallen. Mit diesem Szenarium kämpfte vor wenigen Tagen der Katastrophenschutz-Stab des Landkreises, den Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt zu einer Übung zusammengerufen hatte. Rund 50 Mitarbeiter des Landratsamtes sowie externe Fachleute der Polizei, des Roten Kreuzes, des THW, der Bundeswehr, Energieversorger und insbesondere der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis versuchten in zwei Schichten, der Katastrophe beizukommen, zu ordnen, einzugreifen und zu lenken, um den betroffenen Menschen zu helfen. Eine Großübung, die allerdings „virtuell“ ausgefochten wurde: Die vom Stab eingesetzten 500 Feuerwehrleute, DRK- und THW-Helfer und alle übrigen Einsatzkräfte rückten nur „auf dem Papier“ aus, um zu helfen, zu bergen und zu unterstützen. Doch im Ernstfall hätten sie den auf der Autobahn stehenden Menschen heiße Getränke, Decken und Treibstoff gebracht, hätten Eingeschlossene versorgt, landwirtschaftliche Betriebe unterstützt, Notstrom gelegt und Vieles mehr.

Der Katastrophenschutz-Stab übt in regelmäßigen Abständen die unterschiedlichsten Szenarien. „Wir müssen vorbereitet sein, falls es tatsächlich Mal ein großes Unglück gibt“, betonte der Landrat in seiner Begrüßung. Er dankte allen freiwilligen Helfern und allen denen, die im Stab mitarbeiten, insbesondere dem Leiter des Fachdienstes Katastrophenschutz im Landratsamt, Dieter Pfaff, und seinen Mitarbeitern, für ihr großes Engagement.

Die Übung wurde vom Erwin Baumann, Brandschutzdezernent des RP Kassel, kritisch begleitet. Mit ihm zusammen erfolgt in den kommenden Wochen eine genaue Auswertung mit Stärken- und Schwächen-Analyse. In einer ersten Beurteilung lobte er die professionelle Arbeit, die lediglich einige wenige Verbesserungen benötige.

Quelle: Landkreis Hersfeld-Rotenburg

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