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Hersfeld-Rotenburg: Neue Amnestieregelung für illegale Waffen

Pressemeldung vom 11. August 2009, 14:34 Uhr

Härtere Strafen bei Verstößen gegen die Aufbewahrungsvorschriften für Waffen und Munition

Hersfeld-Rotenburg. Am 25. Juli 2009 sind weitere Änderungsvorschriften zum geltenden Waffenrecht in Kraft getreten. Danach wird Personen, die sich im Besitz illegaler Waffen (Schusswaffen, verbotene Hieb- und Stosswaffen) befinden, unter Zusicherung von Straffreiheit nochmals die Möglichkeit eröffnet, den unerlaubten Besitz der Waffen zu beenden, in dem sie diese unbrauchbar machen, einem Berechtigten überlassen oder bei der Polizei oder der zuständigen Waffenbehörde abgeben.
Diese Amnestieregelung gilt bis zum 31. Dezember 2009.

Personen, die diese Amnestie in Anspruch nehmen und ihre illegalen Waffen abgeben wollen, wenden sich bitte wegen der Vereinbarung eines Termins zur Übergabe der Waffen entweder an die Polizeistationen in Bad Hersfeld oder Rotenburg a. d. Fulda unter den Telefon-Nummern 06621-9320 bzw. 06623-9370 oder an die zuständige Waffenbehörde beim Landratsamt Hersfeld-Rotenburg (Ansprechpartner Herr Diehl, Telefonnr. 06621-87468 oder Herr Trost, Telefonnr. 06621-87281).

Über die abgegebenen Waffen wird eine Bescheinigung ausgestellt.
Die Waffen sind verpackt zu transportieren. Schusswaffen sind zur Eigensicherung zu entladen. Etwaige Magazine sind getrennt von den Waffen mitzuführen.

Außerdem wird an dieser Stelle nochmals ausdrücklich an alle Besitzer von Schusswaffen und Munition appelliert, den gesetzlichen Vorschriften über die sichere Aufbewahrung dieser Gegenstände sorgfältig nachzukommen.

Bereits seit dem 1. April 2003 schreibt das Waffengesetz bestimmte Sicherheitsbehältnisse vor, in denen je nach Art und Anzahl Schusswaffen sicher aufzubewahren sind.
Diese Vorschriften gelten nicht nur für Jäger und Sportschützen, sondern für jeden Besitzer einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe, auch wenn er beispielsweise auf Grund einer seinerzeitigen Waffenanmeldung oder durch einen Erbfall lediglich ein KK-Gewehr im Besitz hält.

Bei Informationsbedarf kann dazu ein Merkblatt von der Waffenbehörde angefordert werden.
Als Konsequenz aus den Ereignissen in Winnenden hat der Gesetzgeber nunmehr vorsätzliche Verstöße gegen die Aufbewahrungsvorschriften unter Strafandrohung gestellt, wenn infolge des Verstoßes Schusswaffen oder Munition abhanden kommen oder darauf unbefugt zugegriffen werden kann.
Das Strafmaß liegt bei bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.

Sonstige Verstöße gegen die Verpflichtung zur sicheren Aufbewahrung von Waffen und Munition können wie bisher mit einem Bußgeld bis zu 10.000 Euro geahndet werden und zur Einziehung der Waffe führen.

Zur Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften sind nach dem geänderten Waffenrecht nunmehr auch behördliche Überprüfungen unmittelbar am Ort der Aufbewahrung zulässig.
Quelle: Stadt Hersfeld-Rotenburg – Pressestelle

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