Energiewechsel

Hofgeismar: Smartphone, WhatsApp und Co

Pressemeldung vom 27. April 2015, 11:30 Uhr

Ende März fand das Projektangebot „Smartphone, WhatsApp und Co.“ an der Gustav-Heinemann-Schule seinen Abschluss in einem Elternabend, bei dem Eltern der Schüler aller fünften Klassen zu den Themen Smartphone, Apps, Datenschutz und Cybermobbing informiert wurden. Das präventiv angelegte Projekt wurde durch die Beratungslehrerinnen für Suchtprävention Stefanie Löffler und Verena Zahn, die Schulsozialarbeiterin Gudrun Dopatka sowie den Pro Jugend-Mitarbeiter Daniel Klein geplant, durchgeführt und begleitet.

Dem Elternabend ging eine Projekteinheit voraus, in der die sechs Klassen der Jahrgangsstufe 5 in vier Doppelstunden zu den o. g. Themen arbeiteten. Hierbei setzten sich die Schüler beispielsweise mit der Ausstattung von digitalen Medien, dem eigenen Nutzungsverhalten, den Berechtigungen von Apps, dem Recht am eigenen Bild sowie den Problematiken des Cybermobbings aktiv auseinander. Die Schüler konnten während der Einheiten bereits vorhandenes Wissen und Erfahrungen mit neuen Inforationen und Erkenntnissen in Verbindung bringen, wobei es an der einen oder anderen Stelle durchaus zu sog. Aha-Momenten kam. Die Tatsache, dass die auch bei den 10 bis 12 jährigen Schülern beliebte Instant-Messenger-App WhatsApp laut Allgemeiner Geschäftsbedingungen erst ab 16 genutzt werden darf, rief einiges Erstaunen hervor. Doch auch der Jugendarbeiter Daniel Klein war nicht weniger überrascht von der Erkenntnis, dass die meisten Schüler über die Möglichkeiten des Datenschutzes und dem Schutz vor Stalking in den sozialen Netzwerken bereits gut informiert sind. Dennoch ist festzustellen, dass den gut ausgebildeten Kompetenzen in Bezug auf die praktische Nutzung eines Smartphones und den damit einhergehenden Möglichkeiten bei den jungen Schülern ein weniger stark vorhandenes Bewusstsein für die Risiken, aber auch die Konsequenzen des eigenen Handelns im Hinblick auf sich selbst und andere vorhanden ist.

An dieser Stelle treten auch die Eltern in ihrer Rolle als Erzieher und Begleiter wieder stärker in den Fokus. Sie müssen angesichts ihrer Verantwortung eine intensivere Auseinandersetzung mit ihren Kindern über die Nutzung der digitalen Medien führen, um diese vor Gefahren zu schützen, Nutungs- und Verhaltensregeln im Umgang mit Smartphone, Tablet etc. auszuhandeln und als vertrauensvoller Ansprechpartner bei Fragen und Problemen rund um die o. g. Themen wahrgenommen zu werden. Ziel sollte es hierbei nicht sein, dass Eltern zu Experten der digitalen Welt werden, aber zumindest Interesse an dem zeigen, was die eigenen Kinder mit den oftmals durch die Eltern zur Verfügung gestellten Wunderwerken der Technik so alles anstellen. Begleitung, statt Kontrolle. Interesse zeigen, statt das Kind sich selbst und den Medien zu überlassen. Dialoge führen, anstatt sich jeder nur mit dem eigenen Bildschirm beschäftigt.

Quelle: Stadt Hofgeismar

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