Energiewechsel

Hofgeismar: „Warmwasserverteilung – Rohrleitung schnell und wirksam dämmen“

Pressemeldung vom 25. September 2009, 12:48 Uhr

Hofgeismar. Manchmal sind die Heizungsrohre bei älteren Häusern bereits gedämmt, deutlich sichtbar an den dicken Gipsbandagen, die um 1-2 cm Glaswatte angebracht wurden. Direkt daneben ist in vielen Fällen das Rohrnetz der Warmwasserversorgung verlegt. Hier sind oftmals die Kupferrohre nur mit einer hellen Hart-Plastikschicht umhüllt. Die wird oftmals für eine Dämmschicht gehalten und deshalb bleiben die Rohre ungedämmt. Das sollte man schleunigst ändern, denn diese Schutzschicht dämmt nicht. „

„In vielen Einfamilien- oder Reihenhäusern sind 10 – 20 m zugängliche, ungedämmte Warmwasserverteilleitungen in Kellerräumen vorhanden, dabei ist eine Dämmung kostengünstig möglich“, so Werner Eicke-Hennig, Projektleiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“.

Die Wärmeverluste von zentralen Warmwasserverteilleitungen können mit einer Faustformel abgeschätzt werden. Rund 1,5 Liter Heizöl oder 1,5 m³ Erdgas pro m² Wohnfläche kommen da für Altbauten jährlich nach Expertenaussagen zusammen. Das sind bei einem 120 m²-Haus 180 m³ Erdgas im Jahr. Ein Verbrauch, der halbiert werden kann, wenn die zugänglichen, ungedämmten Leitungsabschnitte gedämmt werden.

Im Heizungskeller und den anschließenden Räumen liegen die Rohre meist völlig frei und sind für Dämmarbeiten zugänglich. Die Dämmung wird am besten vom Heizungsbaubetrieb ausgeführt, kann aber auch in Eigenleistung erbracht werden.

Als Materialien kommen Rohrschalen aus Kunststoff oder Mineralwolle in Frage. Sie sind geschlitzt und können mit geringer Kraftanstrengung über die Rohre geschoben werden. Für T-Anschlüsse und die Bögen gibt es Formstücke, die auch hier eine geschlossene Dämmumhüllung ermöglichen. Mit Klebebändern werden die Formstücke miteinander verbunden und damit Ritzen abgedichtet.

Die Vorteile bei den Warmwasserleitungen merken Sie sofort: Das Wasser kommt wärmer an der Zapfstelle an. Die Energieeinsparung tritt als weiterer Vorteil noch hinzu. 60-90 Liter Heizöl pro mittelgroßes Einfamilienhaus sind zu erwarten. Hat man eine Zirkulationsleitung im Haus, ist die Einsparung besonders hoch. Der Gesetzgeber schreibt für die Dämmung des Rohrnetzes Mindestdicken vor: In nicht beheizten Räumen sollte die Dämmung demnach so dick wie der innere Rohrdurchmesser sein, mindestens jedoch 2 cm. Für vermietete Häuser gibt es sogar eine Dämmpflicht für noch ungedämmte Verteilleitungen im Altbau, die seit dem 31.12.2006 gilt. Dämmung sofort, heißt hier die Aufforderung.

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Die „Hessische Energiespar-Aktion“ ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Ansprechpartner für diese Pressemitteilung: Werner Eicke-Hennig.

Quelle: Stadt Hofgeismar – Pressestelle

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