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Hofheim: 2008er Jahrgang „Diedenbergener Sonnenhang“ ist „Weinselig“

Pressemeldung vom 11. September 2009, 15:43 Uhr

Hofheim. Sabine Stephan aus Hofheim wird mit ihrem Bild „Weinselig“ den neuen Jahrgang 2008 des „Diedenbergener Sonnenhang“ vom städtischen Wingert schmücken.

Bürgermeisterin Gisela Stang hatte heute die drei Preisträgerinnen, die weiteren teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler und natürlich auch die Jurymitglieder in die Weinhandlung Konrad Seidemann nach Hofheim, Niederhofheimerstrasse 6, eingeladen.

„Bei ‚Seidemanns‘ sind wir hier richtig gut aufgehoben“, erläuterte Bürgermeisterin Stang den Ort, „denn sie sind ein Garant dafür, dass der Wein aus unserem eigenen Weinberg sach- und fachgerecht verarbeitet und abgefüllt wird – und das heute genau seit 15 Jahren und einer Woche.“

Der Weinetiketten-Wettbewerb wurde mittlerweile zum dritten Mal ausgetragen und insgesamt 11 Künstlerinnen und Künstler haben mit 19 Werken dafür gesorgt, dass der Jury die Wahl nicht einfach gemacht wurde.

Die Jury war besetzt mit Angela M. Jäger, Regine Kruse, Ronald Kühn, Christa Pier und Heidi Werkmann aus Hofheim sowie Hans-Peter Krecker aus Sulzbach und der Vorjahressiegerin Heike Wölfel aus Langenhain.

Sie entscheiden sich für das Bild „Weinselig“, Aquarell und Feder, von Sabine Stephan aus Hofheim, die damit den ersten Platz belegt und sich außer über einem kleinen Kontingent des neuen Weines auch über ein Preisgeld von 500,00 Euro freuen kann.

2. Preisträger wurde eine Aero-Color-Arbeit – dass heißt ein in Airbrushtechnik erstelltes Kunstwerk – von Patricia Perkins aus Hofheim mit dem Titel „Genuss“.

Eine weitere Künstlerin, Susanne Renneisen, ebenfalls aus Hofheim, wurde mit „Green Grapes“, Encaustic und Acryl, mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Diesen beiden Künstlerinnen wurden Urkunden überreicht und sie können ebenfalls einige Flaschen „Diedenbergener Sonnenhang“ verkosten.

Sabine Stephan wurde 1969 in Frankfurt-Höchst geboren und ist in Hattersheim/Okriftel aufgewachsen. Nach dem Fachabitur für Gestaltung in Wiesbaden ließ sie sich in Hattersheim zur Druckformherstellerin ausbilden und studierte anschließend Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Illustration in Wiesbaden.

Nach verschiedenen Tätigkeiten in mehreren Frankfurter Werbeagenturen ist sie seit 2002 für den Glückwunschkartenverlag Albert Horn & Söhne in Hattersheim als Grafikerin tätig.

Sabine Stephan wohnt mit ihrer Familie seit 10 Jahren in Hofheim und hat einen fast dreijährigen Sohn Lennart.

Patricia Perkins ist in Hofheim geboren und lebt und arbeitet direkt in der Hofheimer Altstadt in der Pfarrgasse 11 und gewährt dort Besucherinnen und Besuchern an den „tagen der offenen ateliers“ vom 06. bis 08. November 2009 Einblick in ihr Schaffenswerk.

Seit 1997 betreibt sie die Malerei und erstellt Bilder in unterschiedlichsten Techniken von Aquarell über Acryl, von Mischtechnik bis hin zu Grafiken am PC und verfolgt auch experimentelle Malerei.

Susanne Renneisen wurde 1967 in Wildsachsen geboren und hat ihre künstlerischen Fertigkeiten durch den Besuch der Encaustic-Academie in Weilheim und weiteren Kursen in Encaustic gefestigt und bildet sich in der Acrylmalerei weiter.

Unter Encaustic painting versteht man die Wiederentdeckung einer 3000 Jahre alten ägyptischen Wachsmalkunst und die Wandlung zu einer neuen kreativen Form der Malerei. Das Wachs wird bei dieser modernen Methode der Encaustic-Malerei auf die Bodenfläche eines bügeleisenähnlichen Gerätes aufgeschmolzen und auf die Papierfläche verstrichen.

Die künstlerische Gestaltung des Hofheimer Weinetiketts hat sich auch in Sammlerkreisen herumgesprochen. So „beliefert“ die Stadt inzwischen auch regelmäßig Weinetikettensammler mit dem Originaletikett des jeweiligen Jahrgangs.

Auch dies gehört also inzwischen zur Tradition der Weinkultur, die die Stadt Hofheim seit 1988 pflegt. Damals wurde ein Antrag auf Genehmigung einer Neuanlage beim Weinbauamt in Eltville gestellt. Diesem Antrag wurde stattgegeben, jedoch nur zu Forschungs- und Demonstrationszwecken. Der Wein darf deshalb auch nur für den städtischen Eigenbedarf verwendet werden und erfährt keine offizielle Qualitätseinstufung.

Freuen über ein solch edles und seltenes „Tröpfchen“ dürfen sich Hofheimer Jubilare, die zu ihrem besonderen Geburts- oder Hochzeitstag eine oder zwei Flaschen als Präsent erhalten. Auch besonderes ehrenamtliches Engagement wird auf diese Weise belohnt und die Kirchengemeinden in Diedenbergen erhalten von der Stadt alljährlich eine Weinspende.

Der Hofheimer Weinberg hat 405 Stöcke weißer Riesling. Gelesen wurde der Wein am 20.Oktober 2008. Die Erntemenge ergab rund 650 Liter Taubenmost, was einer durchschnittlichen Ernte entsprach. Abgefüllt werden somit in Kürze gut 860 Flaschen Wein.

„Die Qualität war mit 93 Grad Öchsle wiederum ausgezeichnet und entspricht einer Spätlese“, so der zuständige Experte des Hofheimer Rathauses, Karl-Heinz Harpf, der im Rathaus selbst für die Finanzplanung zuständig ist und als Nachfolger des langjährigen Weinfachmannes Bernhard Racky erstmals die Weinlese des Jahrganges 2008 verantwortete.

Da der Städtische Weinberg außerhalb der Weinbergsrolle liegt, darf der Wein jedoch nur als Deutscher Tafelwein bezeichnet werden.

Für den 2009er Jahrgang zeichnet sich ebenfalls eine gute Qualität und Erntemenge ab.
Alle Bilder sind im Hofheimer Rathaus-Foyer von Montag, 14. September bis Freitag, 25. September 2009 ausgestellt. Sie können während der Öffnungszeiten des Rathauses, Montag bis Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr und dienstags 16.00 bis 18.00 Uhr besichtigt werden.
Weitere Informationen gibt es im Team Stadtkultur, Telefon 06192 – 202391.

Der Wettbewerb für die Gestaltung des Flaschen-Etiketts wird jährlich ausgeschrieben und fand erstmals 2007 statt.
Teilnehmen können alle Künstlerinnen und Künstler, die ihren ersten Wohnsitz in der Kreisstadt haben und bei der Anmeldung das 18. Lebensjahr vollendet haben.
Jede Künstlerin und jeder Künstler kann bis zu zwei Arbeiten einreichen, die thematisch im weiteren Sinn eine Beziehung zum Wein aufweisen sollen. Die Technik der Malerei kann frei gewählt werden, allerdings muss der Beitrag im Querformat gestaltet werden.

Die ausführlichen Richtlinien für den Wettbewerb liegen im Bürgerbüro, den Außenstellen, im Stadtmuseum und in der Stadtbücherei aus. Sie können außerdem auf der städtischen Homepage www.hofheim.de (Kultur ? Weinkultur) abgerufen werden.

Hier gibt es auch weitere interessante Informationen über den städtischen Weinberg, die Flaschenetiketten der einzelnen Jahrgänge sowie die Künstlerinnen und Künstler, die sie entworfen haben.

Quelle: Stadt Hofheim – Pressestelle

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