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Hofheim am Taunus: „Baumeister für ein friedliches, offenes und tolerantes Europa“

Pressemeldung vom 9. März 2017, 16:02 Uhr

Europastaatssekretär Mark Weinmeister hat am Montag das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Rudolf Neuhold aus Hofheim am Taunus überreicht. Mit der Ehrung wird sein jahrzehntelanges Engagement für die Verständigung von Deutschen und Österreichern gewürdigt. „Auch die Verständigung zwischen unmittelbaren Nachbarn ist nicht immer selbstverständlich. Sie sind ein wichtiger Baumeister für ein friedliches, offenes und tolerantes Europa“, sagte Weinmeister bei der Feierstunde in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden.

Rudolf Neuhold stammt aus Murau in Österreich. Nach einem Ingenieurstudium in Frankfurt arbeitete er bis zu seinem Ruhestand bei der Firma Bosch.

Bereits 1962 trat Neuhold der Österreichischen Gesellschaft Frankfurt am Main (ÖGF) bei. 1990 wurde er zum Schatzmeister und noch im selben Jahr zum Präsidenten gewählt. Dieses Amt übte er über 22 Jahre lang aus. Sein Ziel war es, Österreicher und an österreichischer Kultur interessierte Personen zusammenzubringen sowie die Verbundenheit mit Österreich zu erhalten und zu pflegen. Dazu organisierte er regelmäßig Veranstaltungen, zum Beispiel Feiern zum Österreichischen Nationalfeiertag.

Daneben bemühte er sich, die Mitglieder der ÖGF mit der Kultur und Geschichte ihrer Wahlheimat vertraut zu machen. Der Vorstand organisierte daher Stadtspaziergänge zu Orten Frankfurter Geschichte, aber auch Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung.

Zu den Aufgaben des Präsidenten zählt auch die Vertretung der ÖGF nach außen. Das beinhaltet die Vertretung der Interessen der Österreicher aus Frankfurt auf den jährlichen Konferenzen des weltweit aktiven Dachverbandes der Auslandsösterreicher. 1997 wurde Rudolf Neuhold in den Vorstand des mittlerweile „Auslandsösterreicher Weltbundes“ (AÖWB) genannten Dachverbandes gewählt. Er hat federführend die Homepage des Weltbundes gestaltet und intensiv beim Aufbau der Onlineplattform www.austrians.org mitgewirkt. Er beschäftigte sich zudem mit Sozial- und Pensionsversicherungsfragen für Auslandsösterreicher.

Rudolf Neuhold war von 1977 bis 1981 Präsident des Studentenparlaments der Fernuniversität Hagen. Bis 1983 war er Mitglied im Konvent der Fernuniversität Hagen. Bei der Walter-Kolb- Stiftung in Frankfurt am Main war er von 1976 bis 1995 Gutachter und erstellte unter anderem Eignungsgutachten über die Stipendiaten des Zweiten Bildungswegs. Zudem gehört er seit dem Jahre 1995 dem Heimatmuseum Murau sowie seit 1982 dem Turnverein 1860 Hofheim an.

Neuhold ist 2013 mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet worden.

Quelle: Kreisstadt Hofheim am Taunus / Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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