Energiewechsel

Hofheim am Taunus: Bilanz der Gebührenkalkulation: Senkung der Wassergebühren

Pressemeldung vom 26. September 2016, 13:54 Uhr

Nach drei Jahren neuer Gebührenkalkulation in Hofheim informieren Erster Stadtrat Wolfgang Exner und der Betriebsleiter der Stadtwerke Olaf Mewes über die Erfahrungen und die Bilanz aus dieser Zeit.

Gebührenkalkulation – was wird benötigt?

Datengrundlage der Kalkulation sind die Jahresabschlüsse 2012 bis 2015 und die Hochrechnungen 2016 bis 2018. Wichtig sind auch die Entwicklung der empfangenen Ertragszuschüsse und Sonderposten sowie die Entwicklung der Wasserabgabemengen. Die Stadtwerke beziehen die Zählerstatistik, die Vorschau der Abschreibungen, den Investitionsplan, den kalkulatorischen Zinssatz, die Eigenkapitalverzinsung und die Betriebskostenentwicklung mit ein.

Wassergebühren – Kostenzuordnung zu den Leistungen

Für die Leistungen der Wasserversorgung und die Bereitstellung des Zählers werden jeweils Wassergebühr und Zählergebühr erhoben. Die direkten Kosten und die anteiligen Gemeinkosten werden dafür verteilt. Stehen die Gesamtkosten fest, werden diese durch die Mengen-Recheneinheiten dividiert. Diese Praxis bestätigte das Verwaltungsgericht im Streitverfahren 12/2015.

Wassergebühren – Warum die Höhe des Überschusses?

Durch den derzeitigen Überschuss im Gebührenhaushalt können nun die Gebühren gesenkt werden. Der Überschuss kommt durch eine Senkung der Eigenkapitalverzinsung von 4 auf jetzt 2,5 Prozent zustande. Zinsen für Kredite am Kapitalmarkt waren mit 3,5 Prozent angesetzt, ab 2017 mit 4 Prozent. Zudem war ein Anstieg der Strompreise um 30 Prozent kalkuliert. Tatsächlich waren es 15 Prozent. Aktivierte Eigenleistungen waren 20.000 Euro geplant, tatsächlicher Stand sind 60.000 Euro.

Gibt es Auswirkungen auf die Zählergebühr?

Nein, denn die Anpassungen stehen im Zusammenhang mit den Investitionen und der Leistung „Wasserversorgung“. Es gibt keine Veränderung bei der Zählergebühr bis auf unerhebliche Kostenverschiebungen, die durch die Erhöhung beispielsweise der Eichgebühr kompensiert werden.

Warum erfolgt die Gebührensenkung zu diesem Zeitpunkt?

Die Stadt Hofheim plant einen Doppelhaushalt 2017/2018. Deshalb muss 2018 nach § 10 KAG die Kostenüberdeckung ausgeglichen werden.

§ 10 KAG Der Ermittlung der Kosten kann ein mehrjähriger Kalkulationszeitraum zugrunde gelegt werden, der fünf Jahre nicht überschreiten soll. Kostenüberdeckungen, die sich am Ende dieses Zeitraumes ergeben, sind innerhalb der folgenden fünf Jahre auszugleichen, Kostenunterdeckungen sollen in diesem Zeitraum ausgeglichen werden.

Wir wirkt sich die Gebührensenkung aus?

Quelle: Kreisstadt Hofheim am Taunus / Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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