Energiewechsel

Hofheim am Taunus: Kinder- und Familienhaus Freche Spatzen jetzt mit Leben erfüllt

Pressemeldung vom 2. Oktober 2012, 11:49 Uhr

HOFHEIM Am 14. Juli 2011 war der Spatenstich für das neue Kinder- und Familienhaus in Hofheim Nord in der Fichtestraße 20.
Heute wurde es offiziell eröffnet und die kleinen und großen Nutzer haben es zwischenzeitlich endgültig „in Beschlag“ genommen.

Nach der Begrüßung durch Julia Remsperger, Kita-Leiterin der Frechen Spatzen, traten diese dann selbst mit einem kleinen Stück als ihr eigenes „Dankeschön“ auf.

„Wir können uns heute sicherlich nicht nur über diesen Neubau freuen, sondern auch darüber, dass das Provisorium im ehemaligen ‚Cafe Flot‘ hiermit beendet ist“, so Bürgermeisterin Gisela Stang in ihrer Begrüßung, „und insbesondere natürlich auch, weil wir mit dem VdJJ einen erfahrenen Träger für diese Aufgabe gefunden haben.“

Vor gut 2 Jahren, am 16. Juni 2010, wurde der Beschluss zur Errichtung eines Kinder- und Familienhauses im Städtebaufördergebiet „Soziale Stadt“ Hofheim Nord von der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hofheim einstimmig gefasst.

Damit wurde ein wichtiger Baustein des Integrierten Handlungskonzeptes für Hofheim Nord auf den Weg gebracht und die Voraussetzung für eine Förderung aus Mitteln des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ geschaffen.

Die Stadt Hofheim suchte seit der Aufnahme in das Städtebauförderprogramm Ende 2007 intensiv nach einem Standort im Projektgebiet und bekam dieses Objekt 2009 vom Eigentümer angeboten.

Zeitgleich wurden Verhandlungen mit möglichen Trägern aufgenommen und schließlich mit dem Verein zur Förderung demokratischer Jugendarbeit und Jugendbildung e.V. (VdJJ e.V.) erfolgreich zu einem Abschluss gebracht.

Der VdJJ, Träger des Kinderhauses „Spatzennest“ in der Rheingaustraße, war der erste Träger im Main-Taunus-Kreis, der bereits seit 1991 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren anbietet und wollte sein Angebot ausweiten.

Der VdJJ war übergangsweise mit einer altersstufenübergreifenden Gruppe in den Räumen des ehemaligen „Cafe Flot“ in der oberen Hauptstraße untergekommen.

Der dortige Kinderladen „Freche Spatzen“ war eine Übergangslösung, von Stadt und VdJJ konzipiert um der gestiegenen Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen in allen Altersstufen gerecht zu werden.

Hier wurden seit dem 06. September 2010 ganztägig 15 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren bis zum Umzug in die Fichtestraße betreut.

Das Kinder- und Familienhaus Freche Spatzen ist für die Betreuung von bis zu 45 Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren ausgelegt. Es gibt hier in 3 Gruppen 21 neue Krippenplätze und 24 neue Kindergartenplätze. Vorgesehen sind hier ausschließlich Ganztagesplätze mit Betreuungszeiten von Montag bis Donnerstag von 07.30 Uhr bis 16.30 Uhr und am Freitag von 07.30 Uhr bis 14.00 Uhr.

Auf dem knapp 560 Quadratmeter großen Grundstück wurde ein zweigeschossiges Gebäude mit einer Nutzfläche von 472 Quadratmetern erstellt.

Im Obergeschoss befinden sich neben Garderobe, Toiletten und Teeküche auch zwei knapp 20 Quadratmeter große Nebenräume, auch ein Schlafraum mit rund 19 Quadratmetern sowie zwei Gruppenräume mit jeweils 31 Quadratmetern.

Im Erdgeschoss befinden sich neben Büro- und Personalräumen sowie Toiletten und Küche auch ein Gruppenraum in der Größe von rund 31 Quadratmetern sowie ein Mehrzweckraum mit rund 46 Quadratmetern.

Unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit für alle Nutzer des Gebäudes ist die neue Kita auch mit einem Aufzug ausgerüstet.

Landschaftsarchitekt Jobst Seeger aus Hofheim gestaltete den kleinen Außenbereich mit Spielmöglichkeiten für die Kinder.

Mit dem Bau des Kinder- und Familienhauses entstand durch den Mehrzweckraum einschließlich Teeküche, Sanitäranlagen und dem Besprechungsraum ein Bereich, der von der eigentlichen Kindertagesstätte räumlich abgetrennt und somit eigenständig nutzbar sein wird. Der Mehrzweckraum wird im Rahmen der Kinderbetreuung für drei altersübergreifende Gruppen als Tobe- und Bewegungsraum genutzt werden. Außerhalb dieser Zeiten kann dieser Bereich – ganz im Sinne einer nachhaltigen Nutzung – dann auch Eltern, Gruppen, Vereinen und Organisationen für weitere soziale Angebote zur Verfügung gestellt werden, soweit es mit dem Betrieb vereinbar ist und es den Zielen der Kindertagesstätte nicht zu wider läuft.

„Das heißt, damit erhält der Stadtteil dauerhaft ein neues Raumangebot für soziale Begegnung und Kurse wie Geburtsvorbereitungskurse, „Starke Eltern – Starke Kinder“, Gesundheits- und Sprachkurse, Eltern-Kind-Gruppen, Mentoren- oder Lotsen-Programme oder auch Beratungsangebote im Sinne eines nachhaltig und vielfältig genutzten Familienhauses“, ergänzte Bürgermeisterin Stang ihre Ausführungen.

Das Quartiersmanagement der NH ProjektStadt und die Stadt wollen diese Entwicklung hin zu einem Familienzentrum aktiv unterstützen.

„Für den Ankauf des Grundstückes, den Bau der Kindertagesstätte und die Herstellung der Außenfläche haben wir hier insgesamt rund 1,8 Millionen Euro investiert, davon alleine rund 125.00 Euro für energetische Maßnahmen“, erläuterte Josef Mayr, Geschäftsführer der stadteigenen Hofheimer Wohnungsbau GmbH – HWB – die finanziellen Aspekte.

In die Refinanzierung dieser Investition flossen Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“ und dem Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008 bis 2013“ in Höhe von 315.000 Euro – darunter 304.00 Euro Baukostenzuschuss.

Unter Berücksichtigung der Förderprogramme waren insgesamt knapp 700.000 Euro als von der Kommune zu verbleibender Eigenanteil zu finanzieren.

„Im Interesse aller Beteiligten und auch der Eltern als künftige Nutzer der neuen Kita haben wir zum Ausschöpfen aller ‚Finanztöpfe‘ den Kauf und Bau an die HWB übertragen, während die Stadt selbst Empfängerin der Fördermittel ist, diese aber direkt weitergeleitet hat“, so Bürgermeisterin Stang.

Das Büro CNK – Architekten und Ingenieure – aus Hanau, das auch schon federführend für den Bau des Kinder- und Familienhauses in Langenhain tätig war, konnte diese Erfahrungen hieraus schon mit einbringen.

Die HWB als Bauherr der neuen Kita vermietete diese mit einer Zweckbindung über 25 Jahre an die Stadt, die wiederum mit dem VdJJ als Träger vertraglich gebunden ist.

„Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle auch das finanzielle Engagement des VdJJ, denn der Verein hat sich nicht nur mit rund 118.000 Euro an der Interimslösung im ehemaligen ‚Cafe Flot‘ beteiligt, sondern hier in der Fichtestraße auch für die Inneneinrichtung der Küche, des Büros, des Personalraumes und die Erstausstattung mit Geschirr, Spiel- und Bastelmaterial für die künftigen kleinen Nutzer engagiert“, lobte Stang.

Die Geburtenzahlen in Hofheim Nord in den vergangenen drei Geburtsjahrgängen lagen stabil zwischen 107 und 109 Kindern. Derzeit stehen in den vier Kindertagesstätten in Hofheim-Nord – „Johannes-Gemeinde“, „St. Peter und Paul“, „Am Steinberg“ und „Glückskinder“ 386 Plätze zur Verfügung.

Bianca Sigg vom Team Kindertagesstätten im Rathaus Hofheim dazu:

„Da bis 2013 bundesweit eine Versorgung von 35 Prozent aller Kinder unter drei Jahren als bedarfsgerecht angesehen wurde – man aktuell in Fachkreisen von einer höheren Bedarfsquote ausgeht – besteht weiter zusätzlicher Bedarf in Hofheim.“

Quelle: Kreisstadt Hofheim am Taunus

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis