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Hofheim: Bürgerstiftung wird in Hofheim ins Leben gerufen

Pressemeldung vom 24. August 2009, 13:55 Uhr

Hofheim. Durch eine ungenannt bleiben wollende Hofheimer Bürgerin wurde die Gründung einer Bürgerstiftung initiiert, die heute von Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Vater und Bürgermeisterin Gisela Stang in den Grundzügen vorgestellt wurde.

„Es ist hoch anzuerkennen, dass es in Hofheim nicht immer nur Bedenkenträger und Gegner jedweder weiteren Entwicklung gibt, sondern eben auch beispielhaft diese Bürgerin, die ‚einfach macht‘ und sich für Hofheim engagiert“, so Stadtverordnetenvorsteher Vater im Pressegespräch.

„Über durchaus etwas verschlungene Wege wurde uns dieses Interesse bekundet“, erinnerte sich Bürgermeisterin Gisela Stang an das Zustandekommen des Grundstocks der Stiftung; „und ich war im ersten Moment dann doch etwas sprachlos, weil dieses einfach nicht alltäglich ist.“

Die Stifterin hat mittlerweile mit dem namhaften Betrag in Höhe von 200.000 Euro „die Stiftung ins Rollen“ gebracht und die Stadt kann hierüber bereits verfügen.

Eine Bürgerstiftung ist eine unabhängige, autonom handelnde, gemeinnützige Stiftung von Bürgern für Bürger und engagiert sich nachhaltig und dauerhaft für das Gemeinwesen mit einem möglichst breiten Stiftungszweck.

„Unsere Stifterin legt ihren Schwerpunkt auf die Förderung der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe“, so Stang, “ aber um Zustiftungen zu ermöglichen, wurde in der künftigen Satzung der Zweck der Stiftung breit gefächert.“

Dabei handelt es sich um Förderungsmöglichkeiten der Erziehung, Volks- und Berufsbildung,
Kultur, Kunst und Denkmalpflege, Umwelt- und Naturschutz und Landschaftspflege,
traditionelles Brauchtum, Heimatpflege, öffentliche Gesundheitspflege, des Wohlfahrtswesens und des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke in Hofheim und seinen Stadtteilen.

Im Einzelfall können die Zwecke auch außerhalb Hofheims gefördert werden, sofern eine Verbindung zu Hofheim besteht.

„Ich habe die Hoffnung, dass diese Initialzündung dazu beiträgt, dass sich hier im prosperierenden Hofheim noch mehr Bürgerinnen und Bürger finden, die sich durch weitere Zuwendungen an der Stiftung beteiligen“, so Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Vater – der
formal gleichzeitig „Erster Bürger“ der Stadt Hofheim ist – , “ und die durch ein derartiges Engagement damit gleichzeitig deutlich machen, dass gesellschaftliche Aufgaben auch eigenverantwortlich gelöst werden können.“

Da die Stiftungszwecke nicht das Vermögen der Stiftung angreifen dürfen, sondern lediglich durch die jeweiligen Erträge finanziert werden müssen, wären Einzelzustiftungen in Höhe von 50.000 Euro aufwärts denkbar, um tatsächlich Fördermittel zu erzielen.

Hierzu kann der Stifter dann auch einen konkreten Zweck für die Verwendung der Mittel festlegen.
Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, mit kleineren Projektspenden einzelne Stiftungszwecke gezielt zu fördern.

Kraft des Amtes gehören Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Vater und Bürgermeisterin Gisela Stang zum Vorstand als leitendes Organ der Stiftung. Weitere Vorstandsmitglieder werden durch die Stifter bestimmt.

„Gleichzeitig möchten wir gemeinsam dazu aufrufen, dass sich Bürgerinnen und Bürger, die sich mit dem Stiftungszweck identifizieren können, hier ehrenamtlich zu engagieren und damit deutlich machen, dass gesellschaftliche Aufgaben alle betreffen und nicht nur den Staat oder die Kommunen;“ sind sich Vater und Stang einig.

Es ist nämlich auch noch ein Stiftungsrat zu bilden, der zum einen eine beratende Funktion bezüglich des operativen Geschäftes und zum anderen eine interne kontrollierende gegenüber dem Vorstand ausüben muss.

In diesem Sinne will die Bürgerstiftung den Gemeinschaftssinn und die Mitverantwortung der Bürger in Hofheim stärken, denn die Stiftung darf keine Aufgaben übernehmen, die zu den gesetzlichen Pflichtaufgaben der Stadt Hofheim gehören.
Quelle: Stadt Hofheim – Pressestelle

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