Energiewechsel

Hofheim: „Der Bock macht sich zum Gärtner“

Pressemeldung vom 7. August 2009, 13:39 Uhr

Hofheim. Gall: Klagen der SPD über kommunale Finanzmisere täuscht über eigene Pläne hinweg

„Nicht Klagen über die Finanzmisere von Kommunen helfen der Region weiter, sondern tragfähige regionale Zukunftsmodelle“: So wertet Landrat Berthold Gall die jüngste Kritik von SPD-Vertretern im Bundestagswahlkampf, die in Hofheim über Finanznöte der Städte und Gemeinden im Land geklagt hatten. Gerade die Regionalpolitik der SPD sei „Kommunen-unfreundlich“, so Gall: „Da macht der Bock sich selbst zum Gärtner.“

In Frankfurt/Rhein-Main ziele die SPD auf weitere Belastungen der Städte und Gemeinden. Sie wolle einen Regionalkreis einführen. Damit würden die bestehenden Landkreise und mit ihnen die polyzentrische Struktur des Ballungsraumes abgeschafft. „Das bedeutet, dass noch mehr Lasten auf die Städte und Gemeinden zukommen, die jetzt von den Kreisen getragen werden“.

Statt über kommunale Finanzmiseren zu klagen, solle die SPD „lieber tragfähige Vorschläge machen, wie wir die Herausforderungen der Zukunft meistern und dabei die Vielfalt des Ballungsraums erhalten. Schließlich ist diese Vielfalt gleichzeitig die Stärke der Region.“

Um den Ballungsraum voranzubringen, werde kein unbeweglicher „Regionalmoloch“ wie ein Regionalkreis gebraucht. Gefordert sei vielmehr eine strategische Führung gleichberechtigter Partner, so Gall: „Wir brauchen eine Art regionalen Vorstand, dem beispielsweise Landräte und Oberbürgermeister angehören und der strategische Beschlüsse fassen kann“.

Die regionalen Gesellschaften wie das Standortmarketing, die Abfallwirtschaft und der Verkehrsverbund, machten eine sehr gute Arbeit. Sie sollten weiter bestehen bleiben. Das „Nebeneinander und Miteinander“ in der Region brauche nur eine noch bessere Koordination.

Quelle: Stadt Hofheim – Pressestelle

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