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Hofheim: Kooperationsangebot für Schmerztherapie in Liederbach

Pressemeldung vom 12. August 2009, 13:08 Uhr

Hofheim. Landrat Gall will Main-Taunus-Kliniken und AWO für Palliativmedizin an einen Tisch bringen

Der Main-Taunus-Kreis will sich für eine palliativmedizinische (schmerztherapeutische) Station am Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Liederbach einsetzen. Wie Landrat Berthold Gall mitteilt, könnten sich daran die Kliniken des Main-Taunus-Kreises beteiligen. Erste Gespräche mit der AWO und den Kliniken darüber seien bereits gelaufen. „Eine Palliativeinrichtung brächte Vorteile für die Patienten, für die Betreiber und für den Gesundheitsstandort MTK“, fasst Gall zusammen. Der Landrat ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der MTK-Kliniken.

Wie Gall erläutert, möchte die AWO ihr Liederbacher Pflegeheim durch eine Einrichtung in Kooperation mit den MTK-Kliniken ergänzen. Sie soll eine palliativmedizinische Versorgung für schwerstkranke Menschen mit unheilbaren Krankheitsverlauf anbieten.

Weil aber die gesetzlichen Regelungen vorsehen, dass eine solche Einrichtung von einem Pflegeheim räumlich getrennt sein muss, ist die AWO mit einem ersten Anlauf beim Land Hessen und den Krankenkassen gescheitert. Gall sieht nun nach eigenem Bekunden die Chance, durch den Einstieg der Kliniken einen neuen Ansatz zu finden: So könne die Pallitativeinrichtung als Pflegestation für Patienten mit der höchsten Pflegestufe genehmigt werden.

Bei einer Palliativeinrichtung im Heim der AWO erübrige sich der Transport der oft Schwerstpflegebedürftigen ins Krankenhaus, so der Klinik-Geschäftsführer Helmuth Hahn-Klimroth: „Sie können in ihrer vertrauten Umgebung bleiben“.

Für eine Zusammenarbeit mit den Main-Taunus-Kliniken eigne sich das AWO-Pflegeheim nicht nur wegen seiner Fachkompetenz. Es kooperiere auch bereits auf verschiedenen Feldern mit den Kliniken, beispielsweise beim Betrieb von Beatmungsmaschinen im Heim. Synergieeffekte könnten genutzt werden. Die Kliniken hätten auch die Zulassung für ambulante Palliativmedizin und könnten externen Partnern im Kreis mit ihrer Kompetenz zur Verfügung stehen.

Eine Zusammenarbeit der Klinik mit der AWO diene nicht nur der engeren fachlichen Vernetzung, erläutert Gall. Sie sei auch ein Gewinn für den Gesundheitsstandort MTK insgesamt: „Das ohnehin hochwertige medizinische Angebot im Main-Taunus-Kreis wird um eine weitere Facette erweitert“.
Quelle: Stadt Hofheim – Pressestelle

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