Energiewechsel

Hofheim: Streuobst – Förderung im MTK erfolgreich

Pressemeldung vom 3. August 2009, 13:38 Uhr

Hofheim. Hielscher: Trendwende trotzdem noch nicht geschafft

Das Streuobstförderprogramm des Main-Taunus-Kreises ist nach Angaben des Ersten Kreisbeigeordneten Hans-Jürgen Hielscher „ein voller Erfolg“. Das haben die Kontrollen der Unteren Naturschutzbehörde und des Streuobstvereins ergeben. Der MTK fördert seit 16 Jahren die Anpflanzung hochstämmiger Obstbäume, den einmaligen Sanierungsschnitt von Altbäumen und die Entbuschung von Obstwiesen. Wer die Förderung empfängt, ist dazu verpflichtet, die Bäume weiterhin zu pflegen und zu erhalten. Das überprüfen der Streuobstverein und der Kreis nach jeweils fünf Jahren. „Wir haben 70 Nachpflanzungen und 60 Sanierungsschnitte kontrolliert“, erläutert der Umweltdezernent Hielscher, der zugleich Vorsitzender des Streuobstvereins MTK ist. „Die meisten Bäume waren gut gepflegt.“

Dennoch gehe der Streuobst-Bestand weiter zurück, so Hielscher. „Bisher konnten wir die Entwicklung nicht aufhalten, sondern nur abmildern.“ Viele Eigentümer seien aufgrund ihres Alters nicht mehr in der Lage, sich weiter um ihre Bäume zu kümmern. Zwar gebe es zunehmend junge Familien, die sich dafür interessierten, aber „das ist nur eine Tendenz, die Trendwende ist noch nicht geschafft.“

Bei den Kontrollen sei aufgefallen, wie stark sich eine intensive Pflege auf das Wachstum der Bäume auswirke, gerade in den ersten Jahren, berichtet Michael Orf von der Unteren Naturschutzbehörde. Ausschlaggebend für ein gesundes Anwachsen der Jungbäume sei insbesondere eine so genannten Baumscheibe. Sie muss in den ersten fünf Jahren von jeglichem Bewuchs freigehalten werden. Dabei wird ein Bereich von einem Meter Durchmesser rund um den Baumstamm zwei Mal jährlich gehackt, so dass der Jungbaum keine Wasserkonkurrenz durch Gras und Kräuter hat. „Er kann in den ersten Lebensjahren doppelt so stark und dick werden wie ein gleichaltriger Obstbaum ohne Baumscheibe“, sagt Orf. Untersuchungen der Fachhochschule Geisenheim deuteten darauf hin, dass die Jungbäume mit Baumscheibe auch wesentlich weniger krankheitsanfällig seien.

Für Fragen zu Streuobstförderung, Sortenwahl, Pflege und ökologischem Pflanzenschutz stehen Michael Orf vom Umweltamt (Tel. 06192/201 1540) und Barbara Helling vom Streuobstverein (Tel. 06192/201 1946) zur Verfügung. Wer einen Antrag auf Förderung stellt, wird vom Streuobstverein auch bei einem Ortstermin mit praktischen Tipps unterstützt.

Quelle: Stadt Hofheim – Pressestelle

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