Energiewechsel

Karben: Kooperationsvertrag zum Busverkehr ist unterzeichnet

Pressemeldung vom 18. September 2009, 12:47 Uhr

Karben. Am 16. September trafen sich die Geschäftsführer Friedel Stroh und Ingeborg Strehl der Busunternehmen Stroh-Busverkehrs GmbH und Karl Eberwein GbR mit Bürgermeister Roland Schulz sowie Erstem Stadtrat Dr. Gerd Rippen zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zum Linienbusverkehr in Karben. Der Kooperationsvertrag regelt die Vergütung für Zusatzbestellungen im Linienbusverkehr Karben. Die Stadt Karben wünscht aus verkehrspolitischen Gründen zusätzliche Busverkehrsleistungen, die über die Festsetzungen des Nahverkehrsplanes des ÖPNV-Aufgabenträgers (Wetteraukreis) hinausgehen. So wird zum Beispiel werktags im Stadtgebiet Karben ein 30-Minuten-Takt auf den Buslinien 7 und 26 bereitgestellt. Der Nahverkehrsplan sieht außerhalb des Kernstadtgebietes dagegen nur einen 60-Minuten-Takt vor. Diese Mehrleistungen sind von der Stadt Karben zu vergüten. Ziel dieser Zusatzbestellungen ist es, in Karben ein Bussystem zur Verfügung zu stellen, das in Verbindung mit der S-Bahn eine echte Alternative zur Nutzung des eigenen Pkw ist. Um so ein umfangreiches Mobilitätsangebot für alle Bevölkerungsgruppen zu garantieren. Bereits in den vergangenen Jahren bestanden hierzu Verträge mit der Verkehrsgesellschaft Oberhessen.
Eine vertragliche Neuregelung mit Stroh und Eberwein wurde erforderlich, da zum Fahrplanwechsel im Dezember 2008 die Stroh-Busverkehrs GmbH vom Regierungspräsidium Darmstadt die Konzessionen für das Linienbündel der südlichen Wetterau zugesprochen bekam. Damit bestand für die Stadt Karben ein neuer Vertragspartner. Der Vertrag musste unter Berücksichtigung europarechtlicher Vorgaben sowie unter Beachtung der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes erarbeitet und abgestimmt werden.
Die Stadt Karben hat den Antrag auf Eigenwirtschaftlichkeit von Stroh-Busverkehrs GmbH unterstützt, da damit auf den Karbener Buslinien 7 und 26 der Einsatz des ortsansässigen Busunternehmens Eberwein garantiert wird. „Der Antrag von Stroh und Eberwein wurde von Anfang an von uns unterstützt“, begründet Bürgermeister Roland Schulz das Vorgehen der Stadt Karben, „wir wollten damit das traditionsreiche und ortsansässige Unternehmen mit seinen 15 Arbeitsplätzen erhalten. Das war für uns der ausschlaggebende Punkt“, erläutert der Rathauschef und verweist darauf, dass diese Entscheidung sich nicht gegen die VGO richtet. „Wir haben mit der WVG und VGO immer gut zusammengearbeitet und gemeinsam den Ausbau des ÖPNV in Karben vorangebracht. Die Entscheidung für Stroh / Eberwein hatte ausschließlich örtliche Gründe“, so Schulz.
Nachdem die Stadtverordnetenversammlung dem vom Magistrat erarbeitetet Vertragswerk einstimmig zugestimmt hatte, konnte nun die Vertragsunterzeichnung erfolgen.
Quelle: Stadt Karben – Pressestelle

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