Energiewechsel

Karben: Rippen – „Rahn verunglimpft Bauhofmitarbeiter“

Pressemeldung vom 3. August 2009, 13:08 Uhr

Karben. Mit Empörung weist Erster Stadrat Dr. Gerd Rippen (GRÜNE) die Äußerung des CDU-Bürgermeisterkandidaten Guido Rahn zurück, es gebe im Bauhof „viele Dauerkranke“.
„Rahn missbraucht die langwierige Verletzung eines einzigen (!) Kollegen aus einem Wegeunfall für seinen Wahlkampf, um Stimmung gegen den Bauhof zu machen“, so Rippen. „Fakt ist: Grünarbeiten können nicht mehr erledigt werden, weil der Personalbestand auf Veranlassung der CDU-Koalition um mehr als 25 % reduziert worden ist – bei gleichzeitiger Erhöhung der zu erledigenden Arbeiten. Wer wie Rahn solche Tatsachen leugnet und stattdessen – wider besseres Wissen oder zumindest ohne nachzufragen – Lügen verbreitet („viele Dauerkranke“), zeigt Inkompetenz und disqualifiziert sich für das verantwortungsvolle Amt des Bürgermeisters.“ Rippens im Haupt- und Finanzausschuss ausführlich erläuterten Argumente habe Rahn nicht einmal gehört, da er gar nicht anwesend gewesen sei.
„Eine Vergabe der Grünpflege an Private, nach Bekunden Rahns sein Ziel, wurde im März bei zwei Friedhöfen vorgenommen – nach monatelangem Gezacker und Hinhalten der bietenden Firma durch die Koalition.“ Gefordert hatte die Koalition laut Rippen den Nachweis von Einsparungen bei Personal, das schon seit den letzten Jahren in Rente oder Altersteilzeit sei, d.h. Lücken der Vergangenheit sollten mit Personaleinsparungen in der Zukunft belegt werden. Trotzdem sei wenig Arbeitskraft eingespart worden, weil die Stadtverordnetenmehrheit zeitraubende Friedhofsarbeiten beim Bauhof belassen habe – gegen den Vorschlag des Magistrats.
„Hat jemand von den Herren der Koalition einmal daran gedacht, was es bedeutet, bei jedem Wetter den stinkenden Dreck wegzuräumen, den unsoziale Zeitgenossen an Wegen und Straßen hinterlassen?“ fragt Rippen rhetorisch. „Glauben sie wirklich, dass private Firmen solche Arbeit billiger machen? Mit Gewinnaufschlag und 19 % Mehrwertsteuer, die beim Bauhof ja nicht anfällt?“
Rippen bekräftigt, dass schnell gehandelt werden müsse, damit die Handlungsfähigkeit des Bauhofs nicht auf der Strecke bleibt. „Wer hat denn bei den letzten Stürmen bei Nacht und Regen die umgefallenen Bäume weggeräumt? Wer stellt denn einen beachtlichen Teil der freiwilligen Feuerwehr – auch werktags, wenn viele andere in Frankfurt arbeiten? Wer steht im Winter um 4 Uhr auf, damit die Straßen pünktlich für den morgendlichen Verkehr von Schnee geräumt oder gestreut sind? Viele zwingend nötige Aufgaben wie Spielplatzkontrollen und -reparaturen, Verkehrsschilder montieren oder die Baumpflege müssen zudem vom Bauhof-Personal erledigt werden!“
Für all dieses brauchen wir den Bauhof – und ich bin stolz auf ihn!“ bekräftigt Rippen

Quelle: Stadt Karben – Pressestelle

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