Energiewechsel

Kreis Bergstraße: „Tausendjahresreigen“

Pressemeldung vom 9. Oktober 2012, 15:36 Uhr

Theaterstück anlässlich der 1000-Jahr-Feiern im Überwald

Kreis Bergstraße (kb.) „Das Rad der Zeit dreht sich, die Zeit, sie vergeht…“ – in diesem Jahr feiern die drei Ortschaften Abtsteinach, Siedelsbrunn und Schönmattenwag ihre urkundliche Ersterwähnung vor 1000 Jahren. Zu diesem Anlass hat die Schönmattenwager Musikerin Gabriele Forrester in Zusammenarbeit mit dem jungen Theaterwissenschaftler Danilo Fioriti („Hölzerlips“) eigens ein Theaterstück konzipiert: „Tausendjahresreigen“ – Musiktheater im Odenwald. Nach der Aufführung verschiedener Fassungen und Auszüge wird nun am 14. Oktober um 17.30 Uhr eine letzte Aufführung im Haus des Gastes (Wald-Michelbach, Ortsteil Schönmattenwag) zu sehen sein.

Landrat Matthias Wilkes hat die Schirmherrschaft für das Theaterprojekt übernommen, bei dem generationsübergreifend mehr als 60 Akteure zusammenwirken: Musiker, Darsteller, Sänger, Tänzer, Chor und Solisten. Fast alle kommen aus den drei Jubiläumsortschaften und der direkten Umgebung.
Das Besondere: das Stück thematisiert das Jubiläum selbst, die vergangene Zeit und die Welt der kleinen Odenwalddörfer. Das Leben der einfachen Menschen im Odenwald zwischen Arbeit und Feiertag, Freud und Leid und im Wandel der Zeiten steht im Mittelpunkt. Forrester hat Dialoge, Lieder, Texte in Hochdeutsch und Odenwälder Dialekt geschrieben, in Reimen oder einfacher Alltagssprache. Motive oder Texte aus den Gedichten des Wald-Michelbacher Heimatdichters Jakob Hoffmann werden aufgegriffen und veranschaulicht, und immer wieder sind tiefgründige Überlegungen und Unterhaltsames, Anspruchsvolles und Urkomisches miteinander verbunden.

Hohe Herrschaften wie Kaiser, Bischof und Abt kommen in den Odenwald, Gaukler und Raben tanzen, und die einfachen Leute im Odenwald arbeiten, leben und sterben, lieben und feiern… Der „Raubacher Jockel“ spielt auf seiner Ziehharmonika; der „Bub, der alles von früher wissen will“, stellt Fragen. Ein etwas überheblicher Chronist wendet sich an die „gebildeten Leute“, versucht aber immer wieder historische Zusammenhänge auch den „einfachen Leuten mit ihrem beschränkten Verstande zu explizieren“, worauf die „weiße alte Frau“ Bärbel Friberg mit ihren umwerfend komischen Bemerkungen reagiert – Nicht zuletzt wird den mitwirkenden Kindern die Geschichte ihrer Heimatregion auf sehr lebendige Art und Weise vermittelt.

Zwischen heiteren oder eher besinnlichen, ruhigen oder dramatischeren Szenen ergeben die eigens für diesen „Tausendjahresreigen“ arrangierten, neu getexteten oder komponierten Musikstücke einen strukturierenden Rahmen:

Tempus fugit“, das Jubiläumslied „Gaude, gautete / Freut euch, mir feiern“, das gespenstische „Rabentanzlied“ und das ruhige „Miserere“, das anrührend-einfache Lied vom „Haisl im Ourewald“ und das großartige „Schwalbenlied“ zum Schluss.

Der Wald-Michelbacher Kantor Benjamin Fritz und Projektleiterin Gabriele Forrester freuen sich mit den anderen Musikern auf die Aufführung im Haus des Gastes, wo mit dem dortigen Flügel ein sehr gutes Instrument zur Verfügung steht. So kann auch der musikalische Part schön umgesetzt werden, wenn der Chor am 14. Oktober wieder singt: „das Rad der Zeit dreht sich, die Zeit, sie vergeht“.

Quelle: Kreis Bergstraße / Bürgerservice und Presse

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis