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Kreis Bergstraße: Integrationskurse als Basis

Pressemeldung vom 9. Februar 2017, 13:43 Uhr

Seit 2005 wird im Kreis Bergstraße eine große Bandbreite an Integrationskurse für Migrantinnen und Migranten angeboten. Diese Kurse werden in Zusammenarbeit des Ausländeramtes des Kreises Bergstraße und den sieben Integrationskursträgern durchgeführt, welche vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anerkannt wurden.

Das Sachgebiet „Integration“ in der Abteilung „Ausländer und Migration“ des Landratsamtes ist hierbei ein zentraler Anlaufpunkt für die Integrationskursträger und Kursteilnehmer. Eine der Aufgaben des Sachgebietes „Integration“ ist es, in enger Kooperation mit den Integrationskursträgern ein flächendeckendes, differenziertes, auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen angepasstes Kursangebot sicherzustellen. Die Zahl der potenziellen Kandidaten ist mit dem Flüchtlingsstrom im Jahr 2015 erheblich angestiegen und hatte zur Folge, dass das bestehende Angebot ergänzt werden musste. Das Sachgebiet „Integration“ führte intensive Gespräch und Verhandlungen mit potenziellen Anbietern, sodass zu den vier bereits etablierten drei weitere Träger im Kreisgebiet hinzukamen.

Die Integrationskurse finden zurzeit an folgenden Standorten statt: Bensheim, Biblis, Bürstadt, Heppenheim, Lampertheim, Rimbach, Viernheim und Wald-Michelbach. Insgesamt wurden im Jahr 2016 55 Integrationskurse durchgeführt. Das sind 28 Integrationskurse mehr als im vergangenen Jahr. Jeder Integrationskurs soll von einer sozialpädagogischen Betreuung durch die Migrationsdienste der Wohlfahrtsverbände begleitet werden. Die Zuordnung des zuständigen Migrationsdienstes erfolgt ebenfalls über das Sachgebiet „Integration“.

Das Angebot an Integrationskursen wird kontinuierlich an den aktuellen Bedarf, in Abstimmung mit den Trägern, angepasst. Neben den allgemeinen Integrationskursen gibt es weitere vielfältige Angebote für unterschiedliche Zielgruppen: Alphabetisierungskurse, Eltern- und Jugendintegrationskurse, Intensivkurse für Bildungserfahrene und Abendkurse. Aktuell neu hinzugekommen ist ein allgemeiner Integrationskurs, der mit einer Arbeitsmarktorientierung kombiniert ist (KompAS).

Alle Integrationskurse schließen mit dem „Zertifikat Integrationskurs“ ab, wenn man den Sprachtest „Deutsch-Test für Zuwanderer“ und den Test „Leben in Deutschland“ bestanden hat. Mit dem erfolgreichen Abschluss erfüllen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine der Voraussetzungen für ein unbefristetes Aufenthaltsrecht und die Frist, nach der die Einbürgerung erfolgen kann, verkürzt sich von acht auf sieben Jahren. Zudem ist das B1 Sprachniveau für die Teilnahme an vielen Anschlussmaßnahmen zu Berufs- oder Arbeitsintegration erforderlich, sei es eine Ausbildung oder eine Arbeitsstelle.

Teilnahmeberechtigt an einem Integrationskurs sind ausländische Staatsangehörige, EU-Bürger, Spätaussiedler, sowie (noch) nicht anerkannte Flüchtlinge aus Eritrea, Irak, Iran, Somalia und Syrien. Flüchtlinge, die aus anderen Herkunftsländern stammen, müssen zunächst den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Erst dann kann über die Teilnahme an einem Integrationskurs entschieden werden.

Quelle: Kreis Bergstraße

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