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Kreis Bergstraße: Weltstillwoche 2016 Das Gesundheitsamt des Kreises Bergstraße informiert rund um das Thema Stillen/ 100 Geburten mehr im Kreiskrankenhaus

Pressemeldung vom 27. September 2016, 15:44 Uhr

Anlässlich der Weltstillwoche vom 3. bis 9. Oktober ermutigt der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Gesundheitsamts Kreis Bergstraße zusammen mit der Gesundheitsdezernentin Diana Stolz werdende Mütter, wenn möglich nach der Entbindung ihre Säuglinge zu stillen. „Stillen gilt nach wie vor als optimale Ernährungsform für Säuglinge. Es hat für Mutter und Kind deutliche Vorteile gegenüber Flaschennahrung“, gibt die Erste Kreisbeigeordnete zu bedenken. Muttermilch liefert den Babies die optimale Zusammensetzung an Nährstoffen. Sie ist meist hygienisch einwandfrei, hat die richtige Temperatur und ist praktisch immer verfügbar. Stillen ist gut für die Beziehung von Mutter und Kind. Die Säuglinge sind besser vor Infektionen wie Mittelohrentzündungen und Magen-Darm-Erkrankungen geschützt. Außerdem werden Kinder, die gestillt wurden, seltener übergewichtig als ungestillte Kinder. Aber auch für die Mutter selbst hat Stillen gesundheitliche Vorteile. Durch die Hormone, die beim Stillen ausgeschüttet werden, bilden sich Gebärmutter und Beckenboden besser zurück und das Fettgewebe, das in der Schwangerschaft eingelagert wurde, wird leichter abgebaut. Nicht immer klappt das Stillen auf Anhieb problemlos. Doch durch Unterstützung und Rat erfahrener Hebammen können die meisten Stillprobleme beseitigt werden. Anfängliche Geduld und Ausdauer zahlen sich hier langfristig aus. „Nehmen Sie sich wenn möglich die Zeit zum Stillen. Sie werden dadurch mit positiven Gefühlen und besserer Gesundheit belohnt!“, meint Diana Stolz und möchte den Müttern Mut machen, dem Stillen eine Chance zu geben.

Das Kreiskrankenhaus Bergstraße hat eine deutliche Steigerung der Geburtenzahl in diesem Jahr. Rund 100 Geburten mehr als im Vorjahresvergleich wurden verzeichnet, was auch auf die verbesserte Betreuung von Müttern und Vätern auf der Mutter-Kind Station zurückgeführt wird. Seit einigen Monaten wurde eine Hebamme zusätzlich auf der Station eingesetzt, die die stillenden Mütter intensiver betreut. Außerdem ist eine Kinderkrankenschwester in der Weiterbildung zur Laktationsberaterin und trägt die Ausbildungsinhalte ins Team der Station. Auch die Versorgung der Neugeborenen durch das neonatologische Team der Universitätsklinik Heidelberg, Prof. Pöschl, hat die Neugeborenenbetreuung verändert. Für die nahe Zukunft strebt das Kreiskrankenhaus das Zertifikat „Babyfreundliches Krankenhaus“ an, welches von der UNICEF und der WHO installiert wurde.

Unterwegs einen ruhigen Ort zum Stillen und Wickeln zu finden ist manchmal nicht so einfach. Ein Projekt des gemeinsamen Arbeitskreises der „Lokalen Bündnisse für Familie“ in der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) hat das Familienfreundlichkeitslabel „Still- und Wickelpunkte“ entwickelt. Ein in der Öffentlichkeit gut sichtbares Zeichen für mehr Familienfreundlichkeit weisen grüne und blaue Aufkleber Eltern den Weg zu einer passenden Still- und/oder Wickelmöglichkeit. Still- und Wickelpunkte im Kreis Bergstraße und Informationen über das Projekt finden Sie auf der Seite des Kreises Bergstraße: https://www.kreis-bergstrasse.de/staticsite/staticsite.php?menuid=207&topmenu=6

Quelle: Kreis Bergstraße

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