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Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH: Erinnerung an Kinder, denen das Licht dieser Welt verborgen blieb

Pressemeldung vom 30. April 2015, 09:33 Uhr

Am 9. Mai (Samstag) Gedenkgottesdienst auf dem Heppenheimer Friedhof

KREIS BERGSTRASSE | April 2015 | Vielerorts gibt es auch heute noch keine Grabstätte oder einen Ort des Gedenkens für Kinder, die tot zur Welt gekommen sind. Dabei ist ein solcher Platz wichtig. Er hilft Eltern und Angehörigen mit der Trauer zu leben, ihre Trauer zu bewältigen. Es ist ein Ort des inneren Beisammenseins, ein Ort, der Trost spenden kann. Inmitten des Heppenheimer Friedhofes gibt es seit einigen Jahren eine solche Stätte. Angelegt ist diese als Platz der Erinnerung an „Kinder, denen das Licht dieser Welt verborgen blieb“, wie es liebevoll auf einem Gedenkstein heißt. Die Stätte wurde vor sechs Jahren geschaffen, nicht bestattungspflichtige Kinder können dort in Würde beigesetzt werden. Kleine Spielsachen und Engelfiguren sind zum Andenken abgestellt, Bänke lassen ein stilles Verweilen von Besuchern zu.

Im Mai eines jeden Jahres wird zu einer Gedenkveranstaltung auf den Friedhof eingeladen. Eltern, Angehörige und Menschen, die sich in Anteilnahme verbunden fühlen, finden zusammen. In diesem Jahr ist das Gedenken am 9. Mai (Samstag), Beginn 11 Uhr. Am Anfang steht ein Gottesdienst in der Kapelle des Friedhofs, anschließend versammeln sich die Teilnehmer am Grabfeld. Eingeladen wird von den Seelsorgenden des Kreiskrankenhauses Bergstraße und von der Gynäkologie des Hauses.

Das Thema Fehlgeburt und Totgeburt war in der Gesellschaft lange Zeit ein Tabu. Eltern blieben mit ihrem Verlust und in ihrer Trauer oft alleine. Inzwischen ist ein Wandel zu erleben. Der Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe am Kreiskrankenhaus, Dr. Ursula Hurst und ihrem Team ist es wichtig, dass betroffene Eltern gut begleitet werden. Gemeinsam mit den Seelsorgenden des Krankenhauses, den evangelischen Pfarrerinnen Silke Bienhaus und Steffi Beckmann sowie dem katholische Pastoralreferent Dr. Bernhard Deister und der Friedhofsverwaltung entwickelte sich die Idee für die Gedenkstätte. Bei Ämtern, den Kirchen vor Ort aber auch bei Betrieben fanden sie offene Türen und bekamen Unterstützung zur Verwirklichung. Gemeinschaftlich haben sie einen würdevollen Ort entstehen lassen. Auch ist er ein Platz der Erinnerung für all jene Eltern, die in früheren Jahren keine Möglichkeit zur Bestattung ihres Kindes hatten.

Quelle: Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH

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