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Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH: Grüne Damen nehmen sich für einen Moment persönliche Auszeit

Pressemeldung vom 20. Februar 2015, 12:08 Uhr

Dienst von Ehrenamtlichen am Kreiskrankenhaus Bergstraße findet Anerkennung bei Patienten und Mitarbeitern // ökumenischer Gottesdienst und Empfang geben Zeit zum Innehalten und Krafttanken // weitere Mitwirkende sind willkommen

Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht für andere da zu sein, in ihrer Freizeit, ehrenamtlich. Die Grünen Damen, so nennen sie sich, sind am Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim eine Institution. Ihr Wirken wird von Patienten und Mitarbeitern geschätzt. Die Leiterin der Gruppe, Ute Karger, hat einmal gesagt: „Wir bringen etwas mit was keiner mehr hat: Zeit“. Und diese Zeit bringen sie für Patienten auf. Einmal im Jahr aber nehmen sie sich Zeit für sich selbst, feiern einen ökumenischen Gottesdienst in der Kapelle des Krankenhauses und plaudern bei einem Empfang ganz ungezwungen über Gott und die Welt. Zugleich ist das Treffen in großer Runde Gelegenheit für die Pflegedienstleitung und die Seelsorgenden des Krankenhauses den Grünen Damen Dank für deren uneigennütziges Wirken zu sagen. In diesen Tagen war es wieder soweit.
„Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, geben uns Halt im Leben“, so lautet das Jahresmotto der Gruppierung, und unter diesem Leitgedanken stand auch die Zusammenkunft. Der katholische Krankenhausseelsorger Dr. Bernhard Deister erinnerte daran, dass die Grünen Damen nicht von ungefähr auch „Grüne Engel“ genannt werden. „Sie sind ein Segen für viele Leute“, sagte der Pastoralreferent. Dabei hatte er das Wirken wie die Persönlichkeiten der Frauen im Blick. In Anlehnung an das Jahresmotto erklärte er: „Da, wo von uns etwas zu anderen fließt, da kommt auch etwas zurück.“ Das was zurückkommt sei oft wie ein Geschenk. Den Grünen Damen attestierte er Ausstrahlung und die Fähigkeit Nähe zu leben nach der sich viele Patienten sehnen. Mit Respekt vor dem Tun der Frauen gestand er ein, dass der Einsatz auch anstrengend sein könne. Dr. Deister forderte deshalb dazu auf, sich selbst bei der Aufgabe nicht zu vergessen und wenn notwendig innezuhalten. „Wenn Sie merken, dass der Dienst hier im Krankenhaus Sie zu sehr auslaugt ist es gut zu fragen, wie gehe ich mit mir selbst um?“, so Deister. Das eigene seelische Gleichgewicht dürfe nicht vergessen werden. Der Würdigung des Pastoralreferenten für den Dienst der Grünen Damen schlossen sich die beiden evangelischen Krankenhausseelsorgenden Pfarrerin Steffi Beckmann und Pfarrerin Silke Bienhaus an. Ebenso tat es Edith Schaffer. Die Pflegedienstleiterin am Kreiskrankenhaus betonte gegenüber den Frauen: „Sie sind in unserem Krankenhaus nicht mehr wegzudenken.“ Auch Schaffer schätzt das ehrenamtliche Engagement in hohem Maß und weiß, dass Mitarbeiter der Pflege und die Ärzteschaft dies ebenso tun. Es seien „Freundlichkeit und Kontaktfreudigkeit, Einfühlungsvermögen und Belastbarkeit, Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit“, die die Grünen Damen auszeichneten.
Die Damen, so Schaffer, sind „Kümmerer“. Sie besuchen Patienten, bieten sich als Gesprächspartner am Krankenbett an, hören zu wenn diese gewünscht wird, lesen aus der Zeitung vor, machen kleine Erledigungen im Haus für Erkrankte, begleiten diese bei Spaziergängen oder vermitteln den Kontakt zu einem Seelsorger. Manchmal sind es scheinbare Kleinigkeiten mit großer Wirkung, oft ist es allein die bloße Anwesenheit, die den Dienst der Grünen Damen für den Nächsten so wichtig und wertvoll machen. Edith Schaffer nannte die Frauen „Engel des Wohlbefindens“.

Jubiläen, Neuaufnahmen und ein Abschied nach mehr als 30 Jahren
Aktuell engagieren sich 16 Frauen in der Gruppe der Grünen Damen am Kreiskrankenhaus Bergstraße. Ihren Namen haben sie in Anlehnung an die lindgrünen Kittel, die zu ihrer Dienstkleidung geworden ist. Viele der Frauen in Heppenheim sind seit etlichen Jahren dabei, immer wieder kommen neue hinzu. Und Ute Karger, die Leiterin, wirbt auch jetzt wieder für das Engagement in den Reihen der Gruppierung, wobei sie betont, dass nicht nur weitere Grüne Damen sondern auch Grüne Herren gefragt sind. Interessierte sollten keine Sorge haben, dass sie die Aufgabe aus dem Stand allein auf sich gestellt erfüllen müssen. Im Gegenteil: Sie werden an die ehrenamtliche Arbeit herangeführt und begleitet. Drei Damen wurden jetzt ganz offiziell neu aufgenommen und für den Dienst am Kreiskrankenhaus formal beauftragt: Britta Bohrer, Birgit Eisbein und Ida-Maria Mitsch. Zugleich ging ein Dank an Ute Karger die die Gruppe mit großem Engagement leitet und an Elsa Beringer, die seit 25 Jahren als Grüne Dame wirkt. Aber auch ein Abschied wurde mit Wehmut vollzogen: Ruth Kutzmann hat sich nach 31 Jahren aus der vorderen Reihe der Gruppe zurückgezogen. Sie war Grüne Dame am Kreiskrankenhaus fast von deren erster Stunde an. Nun sagte sie mit Blick auf ihr Alter Adieu. Doch die Verbindung zu ihren langjährigen Weggefährtinnen dürfte weiter Bestand haben. „Sie sind in diesem Kreis immer herzlich willkommen“, so die Einladung von Pflegedienstleiterin Edith Schaffer. Für Ruth Kutzmann gab es langen Beifall. Interessierte, die darüber nachdenken sich den Grünen Damen anzuschließen, können mit diesen über die Krankenhausseelsorge in Kontakt kommen: Telefon 06252-701 0 (Zentrale Kreiskrankenhaus Bergstraße).

Quelle: Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH

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