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Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH: Kleine Schnitte, große Wirkung?

Pressemeldung vom 9. September 2016, 11:13 Uhr

„Galle, Dickdarm und Co. – Schlüsselloch-Chirurgie: Kleine Schnitte, große Wirkung?“ Die Frage betitelt das nächste Patientenforum am Kreiskrankenhaus Bergstraße. Professor Dr. Friedrich Kallinowski spricht über die Schlüsselloch-Chirurgie, auch als minimalinvasives Operieren bekannt. Dr. Kallinowski ist Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie des Hauses, beim Patientenforum zeigt er Möglichkeiten auf, die das minimalinvasive Operieren eröffnet und benennt Grenzen. Die Veranstaltung ist am 13. September (Dienstag) in der Cafeteria des Kreiskrankenhauses in Heppenheim (Viernheimer Straße 2). Der Eintritt ist kostenfrei, Beginn ist um 18 Uhr. Die Schlüsselloch-Chirurgie ist ein zunehmend oft genutztes Verfahren des Eingriffs, bei dem der Operateur durch einen kleinen Schnitt im Gewebe, gewöhnlich fünf bis zehn Millimeter, an die zu therapierende Stelle im Körper des Patienten gelangt. Möglich ist dies durch die rasante Entwicklung in der Medizintechnologie, die Ärzten entsprechendes Instrumentarium an die Hand gibt inklusive der Technik zur Übertragung präziser Bewegbilder aus dem Körper. Die Chirurgie am Kreiskrankenhaus hat das minimalinvasive Operieren zu einer ihrer Spezialitäten gemacht, Professor Dr. Kallinowski, der vor einem halben Jahr aus Hamburg nach Heppenheim gewechselt ist, baut den Schwerpunkt weiter aus. Wo aber sind die Grenzen des Verfahrens? Wie sind die Sicherheitsstandards an der Kreisklinik definiert und welche Sicherheitsmechanismen greifen? Professor Dr. Kallinowski gibt Antworten aus der Praxis. Dabei vermittelt er nicht nur einen Ein-

druck vom Arbeitsalltag im OP sondern auch von der fachlich-organisatorischen Ausrichtung der chirurgischen Fachabteilung. Der Arzt, der seine beruflichen Wurzeln im Universitätsklinikum Heidelberg hat, zu dem das Kreiskrankenhaus gehört, weiß: Nicht alles was möglich ist, muss im Einzelfall auch gut sein. Das heißt, dass immer zwischen herkömmlichem Verfahren mit großem Schnitt und minimalinvasivem Eingriff abzuwägen ist. Wobei auch der kleine Schnitt große und komplexe Eingriffe zulässt. Die Vorteile der Schlüsselloch-Chirurgie sind die geringe Belastung für den Patienten, weniger Gewebe wird geschädigt, und die schnellere Heilung. Auch ist am Ende des Heilungsprozesses die Operationsnarbe so gut wie nicht sichtbar. Der Operateur allerdings arbeitet ausschließlich mit dem filigranen Instrumentarium und muss sich auf die Bilder auf einem Monitor verlassen. Das Fingerspitzengefühl, das beim herkömmlichen Operieren helfend sein kann, entfällt. Das heißt: Der Tastsinn, das direkte Spüren, kann je nach Eingriff eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen. Entscheidend ist zudem, während der Operationen zu erkennen, wo Grenzen erreicht sind, sodass kritische Situationen gar nicht erst entstehen. Wie das standardisierte Vorgehen zur Sicherheit des Patienten in solch einem Fall aussieht, erklärt der erfahren Chirurg beim Forum. Professor Dr. Kallinowski eröffnet einen interessanten Einblick in die Welt der modernen Medizin. Patienten kann das Forum helfen, ärztliche Empfehlungen in der Sache zu verstehen und selbst besser über das Wie eines Eingriffs zu entscheiden, wenn es für sie um die Frage „Herkömmlich oder minimalinvasiv?“ geht. Das Kreiskrankenhaus im Internet: www.kkh-bergstrasse.de

Quelle: Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH

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